Die Strategie für Umwelt- und Sozialinitiativen (ECo-I) wurde von Nord Stream 2 entwickelt, um einen positiven Nettoeffekt für die Biodiversität und einen positiven sozialen Einfluss rund um die Anlandestelle in Russland im Bezirk Kingisepp zu erzielen.
Die Initiativen fördern ökologische Nachhaltigkeit, den Erhalt der biologischen Vielfalt und die soziale Infrastruktur, weiter fördern sie die Kommunalentwicklung sowie kulturelle Aktivitäten. Dabei werden die Maßnahmen in enger Abstimmung mit Experten, den zuständigen Behörden, Gemeindevertretern, NGOs und anderen Interessengruppen erstellt und umgesetzt.
Nord Stream 2 hält sich an die ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsstandards der Internationalen Finanzkorporation (IFC PS). Die Pipeline-Route durchquert 3,7 Kilometer des Naturschutzgebiets Kurgalski im Bezirk Kingissepp. Die Umsetzung des Projekts in diesem sensiblen Bereich wurde dank umfassender Untersuchungen und eines speziellen Bauverfahrens ermöglicht, das eigens für die Küstenquerung entwickelt wurde. Dadurch gelingt eine erfolgreiche Projektdurchführung mit nur minimalen Auswirkungen auf die Umwelt. Um die Nachhaltigkeitsstandards der IFC einzuhalten, geht Nord Stream 2 noch einen Schritt weiter – über die Einhaltung der nationalen Gesetzgebung hinaus soll das Projekt einen „Nettozuwachs an Biodiversität“ für das Kurgalski-Naturschutzgebiet erzielen.
Die Strategie für Umwelt- und Sozialinitiativen (ECo-I) von Nord Stream 2 umfasst nach russischem Recht erforderliche Kompensationsmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt, um die Anforderung des Nettozuwachses zu erfüllen. Zu diesem Zweck wurde der Aktionsplan zur Artenvielfalt für das Naturschutzgebiet Kurgalski auf der Grundlage umfassender wissenschaftlicher Untersuchungen russischer und internationaler Experten entwickelt.
Außerdem soll ECo-I den Gemeinden im Einflussbereich unseres Projekts in Russland zugutekommen. Durch gesellschaftliche Investitionen und Sponsoringaktivitäten wollen wir die soziale Infrastruktur verbessern, die Sicherheit und Gesundheit, den Sport, das Wohlbefinden, sowie die Bildung und den Erhalt des kulturellen Erbes in der Gemeinde fördern und zeigen, dass Nord Stream 2 ein guter Nachbar ist.
Die ECo-I-Strategie beruht auf vier Säulen:
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Gesetzliche Ausgleichsmaßnahmen, die nach russischem Recht erforderlich sind;
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Initiativen zur Weiterentwicklung der Biodiversität, um eine Gesamtverbesserung (oder einen „Nettogewinn") für das Naturschutzgebiet Kurgalski zu erreichen;
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Gemeinschaftsinitiativen zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur in der Umgebung des Projektes;
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Sponsoring-Initiativen.
Die Einbeziehung sowohl ökologischer als auch sozialer Aspekte in das ECo-I-Programm ermöglicht es uns, die Wirkung unserer Initiativen zu erhöhen und die Nachhaltigkeit dort langfristig zu stärken. Wo immer möglich, schaffen wir Synergien, die der Artenvielfalt und den Gemeinden gleichermaßen zugutekommen. Durch die Schaffung dieser für beide Seiten vorteilhaften Beziehung wollen wir die lokale Bevölkerung dabei unterstützen, aktiv Teil des von uns angestoßenen positiven Wandels zu sein, wodurch die Initiativen weit über unser tägliches Engagement hinaus nachhaltig sind.