Schweden

In Schweden ist eine Genehmigung der Regierung erforderlich, um die Pipeline auf dem Festlandsockel in der schwedischen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) zu bauen. Diese Genehmigung wurde im Sommer 2018 erteilt.

Die Mindestanforderungen für die Beantragung einer Baugenehmigung auf dem Festlandsockel sind Routenkoordinaten und Informationen darüber, wie mögliche negative Umweltauswirkungen verhindert und abgemildert werden könnten. Eine gesonderte Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) in der schwedischen ausschließlichen Wirtschaftszone war daher nicht erforderlich. Dennoch wurde in Übereinstimmung mit europäischem und internationalem Recht (UVP-Richtlinie beziehungsweise „Espoo-Konvention“) eine Umweltstudie durchgeführt. Darin sind die wichtigsten Merkmale und technischen Lösungen des Projekts mit einer umfassenden Bewertung der potenziellen Umweltauswirkungen und ihrer Minderung beschrieben.

Der Antrag auf Bau und Betrieb des Pipelinesystems in der schwedischen AWZ wurde im September 2016 eingereicht. Er wurde vom Ministerium für Unternehmen und Innovation sowie von betroffenen Behörden geprüft. Während der Konsultationsphase hatten schwedische Behörden, Bürger und andere interessierte Parteien die Möglichkeit, ihre Meinung zu dem Antrag und der Umweltstudie zu äußern.

Die Stakeholder-Treffen sowie die öffentlichen und behördlichen Befragungsphasen auf nationaler und internationaler Ebene dauerten bis Herbst 2017. Nord Stream 2 hat in Reaktion auf hierbei aufgekommene Fragen und Anmerkungen von Stakeholdern mehrere Ergänzungen eingereicht. Das Verfahren endete am 7. Juni 2018, als die Regierung die Bau- und Betriebsgenehmigung für den schwedischen Abschnitt der Strecke erteilte. 

Parallel zum schwedischen Genehmigungsverfahren führte Schweden auch das UVP-Verfahren im grenzüberschreitenden Kontext gemäß dem UNECE-Übereinkommen (oder „Espoo-Konvention“) durch.

Weitere Informationen über Aktivitäten in diesem Land finden Sie in der Dokumentenbibliothek und dem Pressemitteilungsarchiv.

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