Russland

In Russland waren zwei Genehmigungen für den Bau der Pipeline erforderlich, die im Juni und August 2018 erteilt wurden. Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und die Projektdokumentation wurden später aktualisiert, um Änderungen Rechnung zu tragen, die das endgültige Design optimierten. Auch dies wurde von den zuständigen Behörden genehmigt.

Die UVP wurde in Übereinstimmung mit der russischen Umweltschutzgesetzgebung und zusätzlichen Vorschriften sowie dem Völkerrecht durchgeführt. Die nationalen UVP-Konsultationen fanden zwischen August und Oktober 2017 statt. Der abschließende UVP-Bericht wurde durch die „positive Bilanz“ der Expertenkommission für die staatliche Begutachtung im Januar 2018 genehmigt. Nach dem positiven Abschluss durch die Expertenkommission wurden die Projektdokumentation und die UVP der Hauptverwaltung für die staatliche Expertise (Glavgosexpertiza) vorgelegt. Die positive Bilanz der Glavgosexpertiza ging am 7. Mai 2018 ein. 

Daraufhin wurden die beiden erforderlichen Genehmigungen erteilt: Die erste für den Pipelinebau auf russischem Territorium vom Bauministerium (7. Juni 2018) und die zweite für die Offshore-Pipelineverlegung von der russischen Umweltaufsichtsbehörde Rosprirodnadzor (14. August 2018).

Während diese Genehmigungen die Grundlage der Projektarbeit bildeten, wurden später Verbesserungen der Konstruktion, der technischen Lösungen und der Bauverfahren vorgenommen, um den Bodenverhältnissen der Region gerecht zu werden, die Umweltauswirkungen zu verringern und die Zuverlässigkeit des Projekts zu erhöhen. Die russische Gesetzgebung sieht vor, dass sich solche Änderungen in einer aktualisierten UVP und Projektdokumentation niederschlagen müssen.

Diese werden zur öffentlichen Konsultation vorgelegt und dann von der Expertenkommission für die staatliche Begutachtung bewertet, bevor sie von der Hauptverwaltung für die staatliche Expertise (Glavgosexpertiza) genehmigt werden können. Im März 2019 wurde das zweite UVP-Verfahren eingeleitet, indem der aktualisierte Entwurf des UVP-Berichts sowie eine Erläuterung und eine nichttechnische Zusammenfassung (unten nur auf Russisch verfügbar) veröffentlicht wurden. Die „positive Bilanz“ der Expertenkommission ging im November 2019 ein, die der Glavgosexpertiza Ende Januar 2020.

Obwohl die Russische Föderation die Espoo-Konvention nicht ratifiziert hat, führte Russland den UVP-Prozess auch im grenzüberschreitenden Kontext gemäß dem UNECE-Übereinkommen („Espoo-Konvention“) durch.

Zusätzlich zur Einhaltung aller anwendbaren nationalen Gesetze hat sich Nord Stream 2 zu den ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsstandards der Internationalen Finanzkorporation (IFC PS) verpflichtet. Folglich wird im russischen Anlandebereich eine Strategie für Umwelt- und Gemeinschaftsinitiativen (ECo-I) umgesetzt, um die nachhaltige Entwicklung des Gebietes zu fördern und einen transparenten Dialog mit den Stakeholdern zu führen.

Weitere Informationen über Aktivitäten in diesem Land finden Sie in der Dokumentenbibliothek und dem Pressemitteilungsarchiv.

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