Umweltschutz

Der Schutz der Umwelt hat für Nord Stream 2 höchste Priorität. Als grenzüberschreitendes Projekt ist die Pipeline an internationale Übereinkommen und nationale Gesetze der Länder gebunden, durch deren Gewässer sie verlaufen wird. Die Pipeline-Trasse, der Bauplan und die Programme für ein Umweltmonitoring wurden in enger Abstimmung mit den zuständigen Umweltbehörden jedes Landes entwickelt.

Vermessungsarbeiten und Umweltuntersuchungen sind die Grundpfeiler großer internationaler Infrastrukturprojekte wie der Nord Stream 2-Pipeline. Die gesammelten Daten liefern wichtige Informationen für die Planung, die Routenoptimierung, die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), die Genehmigungsanträge sowie für Umweltmanagement und -monitoring liefern. Die von Nord Stream 2 in Auftrag gegebenen Umweltuntersuchungen gehören zu den umfangreichsten, die es je über die Ostsee gegeben hat und kartierten so eine Route, die die Auswirkungen auf die Umwelt minimiert und den sicheren Betrieb der neuen Erdgasleitung gewährleistet.

Das Nord Stream 2-Projekt unterliegt den nationalen Gesetzen aller Länder, durch deren territoriale Gewässer und/oder ausschließliche Wirtschaftszonen es verläuft: Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland. Entsprechend den länderspezifischen Anforderungen wurden in allen fünf Ländern nationale Genehmigungsanträge für Bau und Betrieb sowie UVP-Berichte eingereicht.

Eine UVP ist ein nationales Verfahren, um die potentiellen Auswirkungen einer geplanten Tätigkeit auf die Umwelt zu beurteilen und die Öffentlichkeitsbeteiligung in der Planungsphase zu fördern. Nord Stream 2 arbeitet mit den Ländern zusammen und bezieht alle relevanten Stakeholder mit ein, um eine sichere, sozial verantwortliche und nachhaltige Pipeline zu entwickeln. Die zuständigen Behörden prüfen alle Unterlagen und geben eine Erklärung über die Vollständigkeit der UVP ab, die bei den Genehmigungsentscheidungen zu berücksichtigen ist.

Die Nord Stream 2-Pipeline folgt zudem der Espoo-Konvention über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen. Die Espoo-Konvention verpflichtet alle Beteiligten, einen umfassenden Konsultationsprozess durchzuführen und im sogenannten „Espoo-Bericht“ mögliche grenzüberschreitende Auswirkungen zu dokumentieren. Lesen Sie hier mehr über den Espoo-Prozess für das Nord Stream 2-Projekt.