Umweltschutz

Der Schutz der Umwelt hat für Nord Stream 2 höchste Priorität. Daher wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen des Baus auf das empfindliche Ökosystem der Ostsee zu minimieren.

Als grenzüberschreitendes Projekt ist die Pipeline an internationale Übereinkommen und an die jeweilige nationale Gesetzgebung der Länder gebunden, durch deren Gewässer sie verlaufen wird. Die Pipeline-Route, der Bauplan und die Programme für ein Umweltmonitoring wurden in enger Abstimmung mit den zuständigen Umweltbehörden jedes Landes entwickelt.

Vermessungsarbeiten und Umweltuntersuchungen sind die Grundpfeiler großer internationaler Infrastrukturprojekte wie der Nord Stream 2-Pipeline. Die von Nord Stream 2 in Auftrag gegebenen Umweltuntersuchungen gehören zu den umfangreichsten, die es je über die Ostsee gegeben hat. Die gesammelten Daten liefern wichtige Informationen für die Planung, die Routenoptimierung, die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), die Genehmigungsanträge sowie für Umweltmanagement und -monitoring. 

Eine UVP ist ein nationales Verfahren, um die potenziellen Auswirkungen einer geplanten Tätigkeit auf die Umwelt zu beurteilen und die Öffentlichkeitsbeteiligung in der Planungsphase zu fördern. Nord Stream 2 hat mit allen betroffenen Ländern zusammengearbeitet und alle relevanten Stakeholder mit einbezogen, um eine sichere, sozial verantwortliche und nachhaltige Pipeline zu entwickeln. Die zuständigen Behörden haben alle Unterlagen überprüft und eine Stellungnahme über die Vollständigkeit der UVP abgegeben, die bei den Genehmigungsentscheidungen zu berücksichtigen war.

Die Nord Stream 2-Pipeline folgt zudem der internationalen Espoo-Konvention über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen. Die Espoo-Konvention verpflichtet alle Beteiligten, einen umfassenden Konsultationsprozessdurchzuführen und im sogenannten „Espoo-Bericht“ mögliche grenzüberschreitende Auswirkungen zu dokumentieren.

Umweltmonitoring

Zudem hat Nord Stream 2 unabhängige Auftragnehmer für die Umweltüberwachung ausgewählt, um die tatsächlichen Auswirkungen des Baus auf Umwelt und Meereslebewesen zu überprüfen. Das Programm zur Umweltüberwachung umfasst 17 Rezeptoren, die Informationen über abiotische, biotische und sozioökonomische Parameter in den fünf Ländern sammeln, durch deren Gewässer die Pipeline verläuft. Das Monitoring erfolgt vor dem Bau, bei bestimmten Baumaßnahmen und nach Fertigstellung der Pipeline. Die Monitoring-Programme umfassen zwölf Hauptkategorien: Wasserqualität, Sedimente am Meeresboden, Unterwasserlärm, Vogelpopulationen, Meeressäuger, Flora und Fauna, Fische und Fischerei, kulturelles Erbe, Munition, Schiffsverkehr, Umwelt an Land sowie Natura 2000-Gebiete. 

Die jeweils zuständigen Behörden haben nationalen Monitoring-Programmen zugestimmt, die die Einhaltung der Genehmigungsbestimmungen überprüfen werden.

Ergebnisse des jährlichen Umweltmonitorings 2018 in Finnland

Nord Stream 2 arbeitet mit lokalen Experten zusammen, um die tatsächlichen Auswirkungen des Bauvorgangs zu verfolgen und die Umweltauswirkungen zu bewerten. Sitowise, mit Sitz im finnischen Espoo, hat festgestellt, dass die Bautätigkeiten in Finnland aus dem Jahr 2018 wie prognostiziert nur minimale Auswirkungen auf die Ostsee hatten beziehungsweise sogar noch geringer waren als erwartet.

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