Espoo-Prozess für die Südost-Route in Dänemark

Die Dänische Energieagentur (DEA) hat Nord Stream 2 im März 2019 dazu aufgefordert, eine alternative Route in der ausschließlichen Wirtschaftszone in den Gewässern südlich von Bornholm zwischen Polen und Dänemark zu untersuchen. Dieses Gebiet war bislang zwischen Polen und Dänemark strittig und stand deshalb für Projektentwickler zum Verlegen von Pipelines oder Kabeln nicht zur Verfügung. Das Gebiet ist nach der Einigung der beiden Länder nun verfügbar geworden.

Nord Stream 2 hat deshalb am 15. April 2019 bei den zuständigen dänischen Behörden einen Bauantrag und eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für eine alternative Route südöstlich von Bornholm eingereicht. Der Antrag und die UVP stehen hier zum Download bereit.

Im Rahmen der Espoo-Konvention wird Dänemark als Ursprungspartei allen betroffenen Vertragsparteien zwischen dem 15. Mai und 17. Juli 2019 die Unterlagen zur Verfügung stellen, die die Grundlage für die Beteiligung von Behörden und der Öffentlichkeit in den jeweiligen Ländern bilden. Interessierte Stakeholder aus allen Ländern der betroffenen Vertragsparteien werden eingeladen, Feedback zu den Unterlagen für die Südost-Route zu geben. Die Kommentare die Dänemark als Ursprungspartei von den betroffenen Vertragsparteien erhält, werden bei der endgültigen Entscheidung über die Genehmigung des Projekts berücksichtigt.

Eine Zusammenfassung des Genehmigungsantrags, die allgemeinverständliche Zusammenfassung der UVP, das Kapitel über die grenzüberschreitenden Auswirkungen und ein Entwurf der Genehmigung stehen auf Deutsch, Englisch und in den acht weiteren Sprachen der Ostsee-Anrainerstaaten zum Download auf der Website der Dänischen Energieagentur (DEA).

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