Espoo-Prozess 2017

Nord Stream 2 veröffentlichte im Jahr 2017 einen „Espoo-Bericht“ als Basis für einen internationalen Konsultationsprozess gemäß der Espoo-Konvention. Er war Grundlage für die Beteiligung der Öffentlichkeit.

Nord Stream 2 hat eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erstellt, um mögliche grenzüberschreitende Auswirkungen des Projekts darzulegen. Diese Dokumentation, die als „Espoo-Bericht“ bezeichnet wird, wurde auf Englisch und in den neun Sprachen der Ostsee-Anrainerstaaten veröffentlicht. Sie basierte auf den nationalen UVPs und umfangreichen Umweltuntersuchungen durch die Projektgesellschaft. Der Espoo-Bericht wurde im April 2017 den Ursprungsparteien vorgelegt, die dann allen betroffenen Vertragsparteien die Unterlagen als Grundlage für die nationale Beteiligung von Behörden und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellten.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Der Espoo-Bericht, zu dem auch ein umfangreicher Kartenatlas sowie eine allgemeinverständliche Zusammenfassung für den nicht fachkundigen Leser gehören, war ein zentraler Bestandteil für die Öffentlichkeitsbeteiligung. Interessierte waren eingeladen, Feedback zu den Projektvorschlägen und den Einschätzungen über mögliche Auswirkungen zu geben. Die verantwortliche Behörde in jedem der betroffenen Länder hat entsprechend ihren nationalen Vorgaben die Öffentlichkeit in Informationsveranstaltungen und anderen Konsultationsmöglichkeiten beteiligt. Zwischen Mai und September 2017 nahm Nord Stream 2 an zwölf öffentlichen Anhörungen im Ostseeraum teil, um den Bericht auf nationaler und grenzüberschreitender Ebene zu diskutieren.

Als Ergebnis der Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung reichten Verbände, Behörden und Privatpersonen Stellungnahmen zum Pipeline-Projekt bei den zuständigen Behörden in allen Ostsee-Anrainerstaaten ein. Die zuständigen Behörden in Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland haben diese Stellungnahmen in ihre finale Genehmigungsentscheidung über das Nord Stream 2-Projekt einbezogen.

Der Espoo-Bericht, der Karten-Atlas und die allgemeinverständliche Zusammenfassung können in Deutsch, Englisch und in den acht weiteren Sprachen der Ostseeanrainerstaaten hier heruntergeladen werden.

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