Genehmigungsverfahren

Umweltverträglichkeitsprüfungen und Genehmigungsverfahren

Grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte wie die Nord Stream 2-Pipeline erfordern besondere Sorgfalt, um einen umfassenden Umweltschutz im Projektverlauf sicherzustellen. Dazu ist eine intensive internationale Zusammenarbeit notwendig, die durch eine Vielzahl von Gesetzen, Abkommen und Staatsverträgen geregelt wird. Die Ostsee ist ein einmaliges Ökosystem. Dieser von neun Ländern umgebene Raum wird von verschiedenen Wirtschaftszweigen kommerziell genutzt, darunter die Schifffahrt, die Fischerei, die Entwicklung von Kommunikations- und Energieinfrastruktur sowie die Rohstoffförderung.

Die Zusammenarbeit aller neun Ostseestaaten mit Blick auf die Umsetzung grenzüberschreitender Projekte ist von großer Bedeutung, um die nachhaltige und wirtschaftliche Nutzung der Ostsee zu fördern und gleichzeitig den Schutz dieses einzigartigen Ökosystems zu gewährleisten.

Die Nord Stream 2-Pipeline verläuft durch die Gewässer von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland. Aus diesem Grund ist eine Genehmigung für den Bau und den Betrieb der Pipeline von jedem dieser fünf Länder erforderlich. Polen, Litauen, Lettland und Estland werden in das internationale Espoo-Konsultationsverfahren einbezogen, da sie als Ostseeanrainer ebenfalls vom Projekt berührt sein könnten.

Die nationalen Rechtsvorschriften sehen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vor. Die UVPs basieren auf umfangreichen Umweltuntersuchungen und bewährter technischer Expertise. Die der Studie zugrunde liegenden Daten wurden von unabhängigen Experten und Forschungseinrichtungen erarbeitet.

Nord Stream 2 verpflichtet sich zur Einhaltung höchster Standards in Bezug auf Umweltschutz und soziale Belange. Wir sind stolz auf die Erfahrungen, die bei der Umsetzung der bestehenden Nord Stream-Pipeline gesammelt wurden. Das über mehrere Jahre für die Nord Stream-Pipeline durchgeführte Umweltmonitoring zeigt, dass der Bau und Betrieb der Pipeline keine bedeutende oder langfristige Auswirkung auf die Umwelt hat.

Diese Analysen leisteten einen großen Beitrag zum wissenschaftlichen Verständnis des Ökosystems der Ostsee sowie ihres Meeresbodens entlang der Pipelinestrecke. Nord Stream 2 wird auf die Erfahrung aufbauen, die durch das Umweltmonitoring, die UVPs und den Espoo-Report gesammelt werden konnte, und diesen Wissensbestand durch eigene, umfangreiche Studien und Konsultationsverfahren erweitern.

Diese Seiten stellen den Rechtsrahmen für den Bau und Betrieb der Nord Stream 2-Pipeline vor und geben einen Überblick über die Umweltverträglichkeitsprüfung, die nationalen Antragsverfahren und den internationalen Konsultationsprozess.