Eintauchen in die Ostsee: Umweltgutachten

Nord Stream 2 misst sich an den höchsten Standards zum Umweltschutz. Daher werden zurzeit umfassende Umweltstudien durchgeführt, um das Verständnis der Unterwasserwelt zu vertiefen und Wege zu identifizieren, wie die Auswirkungen der Pipeline auf die Umwelt minimiert werden können.

In den Ländern entlang der geplanten Pipeline-Route haben bereits ausführliche Grundlagenunterwasserforschungsarbeiten stattgefunden. So wurden etwa Wasser- und Sedimentproben zur Bestimmung der bestehenden Konzentration von Schadstoffen und Nährstoffen in der Umwelt gesammelt. Zusätzlich wurde der Zustand der Meereslebewesen untersucht, besonderes Augenmerk lag hier auf Benthos, Plankton, Fischen, Meeressäugetieren und Vögeln. Auch der Unterwasserlärm wurde gemessen. Die gesammelten Daten zusammen mit ausgefeilten Modelltechniken ermöglichen uns Vorhersagen, ob und wie sich potentielle Auswirkungen in der Ostsee ausbreiten. Diese Untersuchungen ermöglichen es, genaue Modelle zu erstellen und herauszufinden, wie die lokale Umwelt durch die Pipeline beeinflusst wird.

Identifizierung von Sulfaten im Sediment

Die Grundlagenstudien erweitern den umfassenden Wissensstand, welcher bereits seit mehreren Jahren für die bereits existierende Nord Stream-Pipeline aufgebaut wird. Nord Stream 2 kann also auf realen Ergebnisse aus dem Bau und dem Betrieb der ersten Pipeline aufbauen, und so zusätzlich zu den Modellen mögliche Umwelteinwirkungen besser verstehen und ihnen entgegenwirken.

Die frühen Untersuchungen werden teilweise in die Umweltverträglichkeitsprüfung, Dokumentation und Genehmigungseinträge für Nord Stream 2 einfließen. Die Studien sind hier aber noch nicht am Ende: Die ersten Daten bereiten die Basis für Parameter der Umweltmonitorings, welche während der gesamten Konstruktionsphase durchgeführt und auch während des Betriebs der Pipeline fortgeführt werden.

Test von Proben auf Schwermetalle