Bau der Pipeline

Nord Stream 2 wird eine der längsten Offshore-Gas-Pipelines und ein wichtiges internationales Infrastrukturprojekt sein.

Die Route

Mit einer Länge von über 1.200 Kilometer wird es eine der weltweit längsten Unterwasserpipelines. Die Pipeline beginnt an der russischen Küste und verläuft durch die Ostsee bis sie schließlich in Lubmin bei Greifswald (Deutschland) ihren Anlandepunkt erreicht. Von dort wird das Gas in den europäischen Energiebinnenmarkt eingespeist und über weitere Anbindungspipelines im europäischen Netz transportiert.

Nord Stream 2 wird größtenteils der Route der bestehenden Nord Stream-Pipeline folgen. Diese Route wurde auf der Grundlage jahrelanger Recherche und unter Beteiligung der Öffentlichkeit festgelegt. Sie wurde zudem unter Berücksichtigung von sozialen, wirtschaftlichen und technischen Standards sowie Sicherheits- und Umweltanforderungen optimiert.

Führende Partner

Sicherheit und Umweltschutz sind oberste Prioritäten für die Planung, den Bau und den Betrieb der Pipeline. Nord Stream 2 wird in jeder Projektphase mit weltweit führenden Unternehmen zusammenarbeiten – bei der Planung, der Evaluierung der Umweltauswirkungen, der Entwicklung der Röhren und deren Verlegung in der Ostsee. Die unabhängige Zertifizierungsstelle DNV GL überwacht alle wichtigen Schritte vom Planungsprozess bis zur Inbetriebnahme und bestätigt die Einhaltung aller Branchenanforderungen mit Blick auf Integrität, Sicherheit und Nachhaltigkeit.

Design der Röhren

Die beiden Leitungsstränge der Nord Stream 2-Pipeline werden insgesamt rund 200.000 einzelne Rohr-Segmente umfassen, jedes davon etwa 12 Meter lang.

Jede Pipeline wird über einen konstanten internen Durchmesser von 1.153 Millimetern (48 Zoll) und einer Wandstärke von bis zu 41 Millimetern verfügen.

Das Innere der Rohre erhält eine Hochglanz-Lackierung, um die Reibung während des Gastransports innerhalb des Systems zu reduzieren. Außen wird eine Beschichtung zum Schutz vor Korrosion aufgetragen, gefolgt von einer Betonummantelung, um die Rohre zusätzlich zu schützen und zu beschweren, damit die Pipeline stabil auf dem Meeresboden liegen bleibt.

Verlegung der Röhren

Sobald die Röhren produziert, ummantelt und an Land getestet worden sind, werden sie auf das Verlegeschiff in der Ostsee transportiert.

Dort werden die einzelnen Pipeline-Elemente zusammengeschweißt und überprüft, um sicherzustellen, dass es keine Schwachstellen gibt. Anschließend werden sie auf dem Meeresgrund verlegt. Auf diese Art und Weise können bis zu drei Pipeline-Kilometer pro Tag verlegt werden.

Verlegeprozess

Die fertige Pipeline wird weiteren Tests unterzogen, bevor sie von einer unabhängigen Stelle abgenommen und zertifiziert wird.

Die neue Pipeline wird mit dem bereits bestehenden Gas-Transportnetz verbunden, sodass Gas in den Energiebinnenmarkt eingespeist werden kann. Das System wird einer kontinuierlichen Überwachung und regelmäßigen Wartungsarbeiten unterzogen. So wird sichergestellt, dass die Pipeline zu jeder Zeit sicher und verlässlich betrieben wird.

So entstehen die Pipeline-Rohre

Europipe mit Sitz in Deutschland wird 90.000 Großrohre für Nord Stream 2 herstellen. Das ist in etwa die Hälfte der Elemente, die für den Bau der Pipeline durch die Ostsee benötigt werden. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Werks und entdecken Sie, was in der Produktion von über tausend Kilometern qualitativ hochwertigen Großrohren steckt.

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Alles beginnt mit den Stahlblechen, die stapelweise einsatzbereit am Anfang der Fertigungslinie stehen. Die Bleche treffen täglich im Werk in Mülheim an der Ruhr ein. Es sind immer ausreichende Mengen auf Lager, um bis zu zwei Wochen Produktion zu gewährleisten.

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Baret Topikyan (links) und Stefan Klasen betreuen den Entladevorgang. „Wenn der Ladekran über unseren Köpfen schwenkt, müssen wir besonders vorsichtig sein, um möglichen Unfällen vorzubeugen. Die Bleche könnten sich lösen und herunterfallen“, erklärt Topikyan. „Die Herstellung der Rohre für Nord Stream 2 ist eine sehr intensive und eng getaktete Arbeit. Aber Sicherheit hat immer oberste Priorität“, fügt Klasen hinzu.

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Im ersten Schritt werden die Bleche an beiden Enden mit An- und Auslaufstücken versehen. Diese werden entfernt, sobald die Rohre zusammengeschweißt werden. Der Grund: Sie dienen ausschließlich dazu, eine durchgehend gute Qualität der Schweißnaht über die gesamte Länge des Rohres zu sichern.

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Auf der Formstraẞe gehen die Bleche zunächst durch einen Schweißkantenformer und erhalten somit die passenden Längskanten – ein wichtiger Prozess sowohl für den Formungsvorgang als auch für den späteren Schweißprozess. Eine Anbiegepresse presst die Ränder zusammen und passt sie dem gewünschten Rohrradius an. Dies stellt sicher, dass die Rohre auch im Bereich der Schweißnaht fast perfekt rund werden.

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Vor ein paar Jahren hat Europipe in eine neue, leistungsstärkere Anbiegepresse investiert: Sie verfügt über eine Presskraft von 11.000 Tonnen und ist auf Wandstärken von bis zu 50 Millimetern anwendbar. Die hier hergestellten, zwölf Meter langen Rohre für Nord Stream 2 haben Wandstärken von 26,8 und 34,6 Millimetern – je nachdem, für welchen Pipeline-Abschnitt sie vorgesehen sind und wie hoch der Druck an der jeweiligen Stelle sein wird.

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Sogenannte U- und O-Pressen formen die Bleche mit höchster Präzision zu Rohren mit einem Innendurchmesser von genau 1.153 Millimetern. Täglich werden so mehrere tausend Tonnen Bleche zu Rohren verarbeitet.

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Carsten Dobbert (Mitte) ist zusammen mit seinen Kollegen dafür verantwortlich, die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) mit den notwendigen Parametern für die Herstellung der Nord Stream 2-Rohre zu konfigurieren. Die Fachkräfte überwachen den gesamten automatisierten Formungsvorgang und können bei Bedarf auftretende Probleme beheben.

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Ein vollständig geformtes Schlitzrohr verlässt die O-Presse. Diese verfügt über eine Presskraft von 60.000 Tonnen, sodass die Rohre kaltgeformt werden können.

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„Eine kontinuierliche Überwachung ist unerlässlich, da die Bleche leicht unterschiedliche Schmelzen aufweisen können. Da dies Folgen für den Pressprozess hat, stellen wir sicher, dass jedes Blech korrekt geformt wird“, erklärt Carsten Dobbert. „Dies können wir anhand von Messungen prüfen. Außerdem führen wir zu bestimmten Zeiten auch visuelle Inspektionen durch.“

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Sobald die Rohre geformt sind, werden sie von innen und von außen mit Wasser unter Hochdruck gereinigt. Insbesondere die Schweißkanten müssen absolut sauber und trocken sein, bevor der Schweißvorgang beginnt.

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„An dieser Stelle sieht unserer Prozess vor, dass wir eine bestimmte Anzahl von Rohren zur Sichtkontrolle anheben“, sagt Walter Tamedl, der die Waschanlage bedient. „Ich überprüfe jedes fünfte Rohr auf Defekte und stelle sicher, dass es keine Wulsten oder Dellen gibt. Dazu benutze ich eine Taschenlampe, denn die kleinsten Unregelmäßigkeiten lassen sich am besten durch ihren Schatten erkennen.“

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Die Unregelmäßigkeiten, auf die Walter Tamedl achtet, können auch nur Bruchteile von Millimetern groß sein. Trotz seines geschulten Blicks nach 25 Jahren bei Europipe muss er den ganzen Tag über höchst konzentriert bleiben.

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Die Kanten der Schlitzrohre werden mittels Heftschweißen angepasst, bevor die Rohre letztendlich durch eine der sieben Schweißanlagen innen und außen geschweißt werden.

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Mustafa Yavuz bedient eine der Maschinen zur Innenschweißung der Rohre. „Ich wurde spezifisch für die Bedienung dieser Anlage ausgebildet, als ich bei Europipe anfing“, sagt er. „Zwar müssen wir pro Schicht viele Rohre für Nord Stream 2 herstellen, aber wir stehen nicht ständig unter Druck, schneller zu arbeiten. Wichtig ist, dass wir unsere Arbeit gut machen und auf die Sicherheit achten.“

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„Sobald ein Rohr meine Station erreicht, prüfe ich zunächst, ob es korrekt positioniert und zur Schweißmaschine ausgerichtet ist“, sagt Mustafa Yavuz. „Danach positioniere ich die Schweißdrähte. Sie müssen direkt vor der Schweißnaht liegen. Wenn alles ordnungsgemäß eingerichtet ist, schalte ich die Zündung ein.“

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„Die Schweißnaht muss durchgängig sein. Wird der Vorgang aus irgendeinem Grund unterbrochen, wird er rückgängig gemacht. Das Rohr wird wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt, bevor die Schweißung erneut startet“, erklärt Mustafa Yavuz.

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Nach Abschluss des Schweißvorgangs überprüft Mustafa Yavuz die Qualität der Schweißnaht an beiden Enden. „Anhand der Spezifikationen weiß ich, wie breit und wie hoch die Naht auf den Nord Stream 2-Rohren sein muss“, erklärt er. „Auf meinem PC kann ich einsehen, ob alles stimmt – aber ich messe diese Eigenschaften auch händisch.“

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Als nächster von insgesamt 23 Schritten erfolgt die Außenschweißung der Rohre.

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Kleinere Fehler an der Schweißnaht können im Reparaturbereich per Hand behoben werden.

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Nachdem die Rohre fertig geschweißt sind, werden sie von außen und innen inspiziert. Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen identifizieren mögliche Fehler am Material oder den Schweißnähten. Mehr als die Hälfte der Produktionsschritte im Europipe-Werk dienen der Qualitätskontrolle.

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Die Qualitätsansprüche von Nord Stream 2 sind extrem hoch. Selbst kleinste Unregelmäßigkeiten an den Rohren müssen abgeschliffen werden, damit ihre Oberfläche völlig glatt ist.

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Wenn die An- und Auslaufstücke entfernt worden sind, müssen die Enden der Rohre ebenfalls glatt abgeschliffen werden.

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Der so genannte „mechanische Expander” dehnt die Rohre, bis sie exakt den richtigen Durchmesser haben und nur noch minimale Abweichungen von der Rundheits-Geradheitstoleranz aufweisen. Das Einhalten dieser Parameter ist wichtig für das Rundschweißen auf dem Verlegeschiff und damit für die Produktivität und Qualität der Offshore-Verlegearbeiten.

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Die Qualität der Rohre wird auf vielfältige Weise kontrolliert. Europipe setzt dazu unter anderem Röntgenuntersuchungen ein. Der Einsatz digitaler Radiographie und automatischer Bildauswertungssoftware verbessert die Zuverlässigkeit der Röntgenuntersuchungen.

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Die Enden der Rohre sind für das Verschweißen verstärkt. Sie müssen ebenfalls abgeschliffen werden, damit sie sich nahtlos an die Oberfläche der Rohre anpassen. Dies ist nötig, damit die Rundschweißnähte auf dem Verlegeschiff per Ultraschall inspiziert werden können. Den Hauptteil der Arbeit erledigen Maschinen…

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… aber der Feinschliff wird von Hand gemacht. An der Schleifstation stellen Louis Duarte und seine Kollegen sicher, dass die Schweißnähte nicht erhaben sind oder die Oberfläche eindellen – wenige Zehntelmillimeter sind bei diesem Arbeitsschritt entscheidend. „Mit Erfahrung ist das nicht besonders schwer”, sagt Duarte, der seit vier Jahren bei Europipe tätig ist. „Die Herausforderung besteht in der Größe des Nord Stream 2-Projektes – der Anzahl der Rohre, die jede Schicht schaffen muss.“

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Die geformten, geschweißten und geschliffenen Rohre müssen eine letzte Inspektion und Qualitätskontrolle bestehen, bevor sie das Werk verlassen. Das Werk produziert jeden Tag mehrere Kilometer Rohre.

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Die Geometrie aller Rohrenden wird automatisiert mit optischen Lasersensoren genau vermessen. An der abgebildeten Arbeitsstation misst Enes Avci zusätzlich alle geometrischen Eigenschaften der Rohre und bestimmt, ob sie an Nord Stream 2 ausgeliefert werden können: „Ich messe zum Beispiel den Nahtversatz ...“

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Enes Avci: „...kontrolliere die Nahthöhe …“

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Enes Avci: „... und prüfe, ob die Anschrägwinkel stimmen…“

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„Rohre, die nicht den Nord Stream 2-Spezifikationen entsprechen, können selbst zu diesem Zeitpunkt noch zurückgeschickt und repariert werden”, betont Enes Avci.

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Es dauert etwa drei Stunden, um einen Kilometer Rohre im Europipe-Werk zu produzieren. Insgesamt wird Europipe 1.134 Kilometer Rohre an Nord Stream 2 liefern.

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Wenn die Rohre das letzte Prüfsiegel erhalten haben, verlassen sie das Rohrwerk…

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…und werden zum Ummantelungswerk transportiert. Mühlheim Pipecoatings, eine Tochterfirma von Europipe, verantwortet die Beschichtung und den Transport der Rohre. In dem Werk erhalten sie eine Innenbeschichtung aus Epoxid, die den Gasfluss optimiert und eine erste äußere Schutzschicht – inklusive der so genannten rough coating („raue Beschichtung“) – die die Rohre vor Rost schützt und sie auf die Betonummantelung vorbereitet.

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Die beschichteten Rohre werden entweder direkt auf Züge verladen und ausgeliefert oder als Puffer im Zwischenlager behalten. Falls die Produktion an einem Tag aus irgendeinem Grund langsamer läuft, können fertige Rohre aus diesem Lager genutzt werden, um die vertraglich vereinbarte Lieferrate trotzdem einzuhalten. Momentan werden jeden Tag 296 Rohre ausgeliefert.

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Alexander Jähring ist der Leiter der Logistik-Abteilung bei Mühlheim Pipecoatings. Mit seinem Team ist er dafür verantwortlich, die Rohre auf dem Gelände des Beschichtungswerks zu transportieren und sie auf die Züge zu verladen, die sie zum Nord Stream 2-Logistikzentrum in Mukran auf der Insel Rügen transportieren.

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„Durch die Beschichtung sind wir beim Bewegen und Verladen der Rohre besonders vorsichtig“, sagt Alexander Jähring. „Gleichzeitig müssen wir schnell arbeiten, um den Lieferzeitplan für Nord Stream 2 einzuhalten.“

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Täglich werden zwei Zugladungen mit je 148 Rohren nach Mukran geliefert. „Seit März wird jeden zweiten Tag sogar ein dritter Zug abgefertigt“, sagt Alexander Jähring.

Rückblick und Zeitplan

Nord Stream 2 plant die Entwicklung und den Betrieb einer modernen und effizienten Pipeline, um die sichere und zuverlässige Erdgasversorgung in Europa zu gewährleisten. Der folgende Zeitplan gibt einen Überblick über Meilensteine in der Entwicklungs- und Implementierungsphase.

Nord Stream successfully completedNord Stream successfully completedNord Stream successfully completed
Feasibility study into pipeline extensionFeasibility study into pipeline extensionFeasibility study into pipeline extension
Initial international consultation beginsInitial international consultation beginsInitial international consultation begins
Nord Stream 2 AG founded in Zug, SwitzerlandNord Stream 2 AG founded in Zug, SwitzerlandNord Stream 2 AG founded in Zug, Switzerland
Nord Stream 2 selects pipe suppliersNord Stream 2 selects pipe suppliersNord Stream 2 selects pipe suppliers
Coating and logistics tender awardedCoating and logistics tender awardedCoating and logistics tender awarded
Permitting process beginsPermitting process beginsPermitting process begins
Pipe deliveries beginPipe deliveries beginPipe deliveries begin
Pipe coating beginsPipe coating beginsPipe coating begins
Scheduled completion of Nord Stream 2Scheduled completion of Nord Stream 2Scheduled completion of Nord Stream 2

Nord Stream erfolgreich fertiggestellt

Die Nord Stream-Pipeline wird innerhalb des Budgets und des Zeitplans umgesetzt. Das Projekt hat in der gesamten Branche neue Maßstäbe für Umweltschutz, Gesundheit, Sicherheit sowie den Einbezug der Öffentlichkeit gesetzt.

Machbarkeitsstudie zur Pipeline-Erweiterung

Nord Stream führt eine Machbarkeitsstudie für zwei potentielle zusätzliche Pipelinestränge durch. Diese Studie ermittelt zusätzlichen Importbedarf für den europäischen Gasmarkt.

Beginn der ersten Konsultationen

Nord Stream initiierte erste Gespräche zu einer möglichen Erweiterung der Pipeline in der Ostsee mit Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland sowie zentralen Stakeholdern in anderen Ländern des Baltikums.

Nord Stream 2 AG wird in Zug, Schweiz, gegründet

Die Nord Stream 2 AG ist eine Gesellschaft für die Planung, den Bau und den anschließenden Betrieb der Nord Stream 2-Pipeline. Die Unternehmensanteile werden von der PJSC Gazprom gehalten. Das Projekt wird von Uniper, Wintershall, Shell, OMV und Engie unterstützt.

Nord Stream 2 trifft Entscheidung für Rohrlieferanten

März: Nord Stream 2 AG wählt die Lieferanten für die Pipeline-Rohre aus. Insgesamt werden Rohre mit großem Durchmesser für die zwei Leitungsstränge – mit einer Länge von 2.500 km – bestellt: Europipe (40 Prozent), United Metallurgical Company (33 Prozent), und Chelyabinsk Pipe-Rolling Plant (27 Prozent).

Betonummantelungs- und Logistikvertrag unterzeichnet

September: Nord Stream 2 erteilt der niederländischen Wasco Coatings Europe BV den Auftrag zur Betonummantelung und Lagerung der rund 200.000 Rohre. Die Betonummantelung findet in Kotka (Finnland) und Mukran (Deutschland) statt.

Beginn des Genehmigungs­prozesses

September: Der formelle Genehmigungsprozess beginnt mit der Einreichung der ersten Unterlagen. Nord Stream 2 führt Studien durch und bezieht alle neun Länder entlang der Pipeline in die Konsultationen ein.

Beginn der Rohrlieferungen

September/Oktober: Die ersten Rohre werden an die Betonummantelungswerke in Kotka (Finnland) und Mukran (Deutschland) ausgeliefert. Das nachhaltige Logistikkonzept von Nord Stream 2 nutzt emissionsarme Transportarten auf insgesamt möglichst kurzen Strecken.

Beginn der Betonummantelung

Anfang 2017 beginnt die Betonummantelung. Die Betonschicht verdoppelt das Gewicht der Rohre und sorgt so für zusätzliche Stabilität und Sicherheit auf dem Meeresboden.

Geplante Fertigstellung von Nord Stream 2

Nord Stream 2 geht planmäßig voran. Der Projektplan sieht die Fertigstellung der beiden Pipelinestränge bis zum Ende des Jahres 2019 vor.