Genehmigungsverfahren in Schweden

In Schweden ist eine Genehmigung der Regierung erforderlich, um die Pipeline auf dem Festlandsockel außerhalb schwedischer Hoheitsgewässer zu verlegen. Der Antrag erfordert Informationen darüber, wie mögliche negative Auswirkungen auf die Umwelt vermieden und abgemildert werden können.

Die Konsultationsphase für das Nord Stream 2-Projekt begann im Jahr 2013. Die Rückmeldungen, die während dieser Phase eingegangen sind, bildeten die Grundlage für die von Nord Stream 2 durchgeführten Umweltuntersuchungen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) war für den Genehmigungsantrag in Schweden nicht erforderlich. Dennoch hat Nord Stream 2, in Übereinstimmung mit europäischem und internationalem Recht (UVP-Verordnung beziehungsweise Espoo-Konvention) eine Umweltstudie durchgeführt, die die wichtigsten Merkmale und technischen Lösungen des Projekts mit einer umfassenden Bewertung der potenziellen Umweltauswirkungen und ihrer Minderung beschreibt. Darüber hinaus hat Nord Stream 2 einen Espoo-Bericht zu möglichen grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen veröffentlicht.

Der Antrag für den Bau der Pipeline auf dem schwedischen Festlandsockel (ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ)) wurde im September 2016 beimMinisterium für Wirtschaft und Innovation eingereicht.

Während der Konsultationsphase hatten schwedische Behörden, Bürger und andere interessierte Akteure die Möglichkeit, den Antrag und die Umweltstudie zu kommentieren. Sowohl Stakeholder-Treffen als auch öffentliche und behördliche Anhörungsphasen auf nationaler und internationaler Ebene liefen bis Herbst 2017. Nord Stream 2 hat in Reaktion auf Fragen und Anmerkungen von Stakeholdern, die bei diesen Treffen aufgekommen sind, mehrere Ergänzungen eingereicht.

Am 7. Juni 2018 erteilte die Regierung Schwedens die Genehmigung für den Abschnitt der Route.

Weitere Informationen zu dem Genehmigungsverfahren für die Nord Stream 2-Pipeline in Schweden finden Sie hier.