Genehmigungsverfahren in Finnland

In Finnland benötigt Nord Stream 2 zwei Genehmigungen, um die Pipeline in der finnischen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) zu verlegen: die Zustimmung der Regierung zur Nutzung der finnischen AWZ und die Genehmigung für den Bau und Betrieb der Pipeline. Bevor Genehmigungsanträge eingereicht werden, wird eine nationale Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt.

Die Untersuchung der möglichen Umweltauswirkungen der Pipeline ist eine wichtige Voraussetzung für die Genehmigungsverfahren in den einzelnen Ländern. In Finnland hat dieses Verfahren für Nord Stream 2 bereits 2013 mit der ersten UVP-Phase begonnen. Die zweite Phase der UVP endete 2017 mit der Einreichung eines umfassenden UVP-Berichts. Diese Dokumentation wurde der Öffentlichkeit zwei Monate lang zur Verfügung gestellt, um ihr Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.

Nach Abschluss des UVP-Verfahrens hat die Nord Stream 2 AG im September 2017 zwei Genehmigungsanträge bei den Genehmigungsbehörden eingereicht.

Das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit hat das Verfahren für die Genehmigung durch die Regierung zur Nutzung der finnischen AWZ durchgeführt. Die Genehmigung wurde am 5. April 2018 erteilt.

Die regionale Verwaltungsbehörde Südfinnland war für die Genehmigung für den Bau und Betrieb der Pipeline nach dem Wassergesetz zuständig. Diese wurde am 12. April 2018 erteilt, wodurch das Genehmigungsverfahren in Finnland insgesamt abgeschlossen wurde.

Weitere Informationen zum Genehmigungsverfahren für die Nord Stream 2-Pipeline in Finnland finden Sie hier.