Verlegung der Nord Stream 2-Pipeline in Finnland hat begonnen

5. September 2018 | Helsinki (Finnland)/Zug (Schweiz) | Das Pipeline-Verlegeschiff Solitaire hat heute um 13:25 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit mit der Verlegung der Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 im Finnischen Meerbusen begonnen.

Vor Beginn der Rohrverlegung wurde das Schiff nach internationalen Standards und den Projektanforderungen ausgerüstet und getestet. Die Planung von Nord Stream 2 berücksichtigt unterschiedliche Baubedingungen, dazu zählen insbesondere Umweltanforderungen. Die Solitaire verwendet beispielsweise ein System zur dynamischen Positionierung des Schiffes ohne Anker. Im ökologisch sensiblen Finnischen Meerbusen berührt somit lediglich die Pipeline den Meeresboden.

Die Solitaire ist ein 300 Meter langes und 41 Meter breites Schiff, das sieben Tage die Woche rund um die Uhr Rohre verlegt. Das Schiff bietet Platz für 420 Personen. Versorgungsschiffe werden die zwölf Meter langen und 24 Tonnen schweren Rohre für den Bau der Nord Stream 2-Pipeline von den nächstgelegenen Logistikzentren des Projekts, wie Kotka oder Hanko, zum Verlegeschiff bringen, um die notwendigen Rohrmengen vorrätig zu halten.

Die Rohre werden an Bord des Schiffes zusammengeschweißt, dann werden die Schweißnähte geprüft und schließlich wird die Pipeline auf den Meeresboden abgesenkt. Ein Vermessungsschiff führt vor und nach der Rohrverlegung Untersuchungen durch, um sicherzustellen, dass sich die Pipeline an der richtigen Stelle befindet.

Die Sicherheitszone um das Pipeline-Verlegeschiff beträgt 1,85 Kilometer (1 Seemeile) und um die Vermessungsschiffe Oceanic und Olympic Triton 500 Meter (0,3 Seemeilen). Informationen für Seefahrer über mögliche Navigationseinschränkungen sind in Echtzeit in den Nachrichten für Seefahrer, beim Funknachrichtendienst NAVTEX und über UKW-Funk zu finden. Alle Sicherheitsmaßnahmen innerhalb der finnischen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) wurden mit der finnischen Verkehrsbehörde und dem Grenzschutz vereinbart. Die Verlegearbeiten werden in Übereinstimmung mit den nationalen Genehmigungsbestimmungen durchgeführt und von den nationalen Behörden beaufsichtigt.

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