Untersuchungen zeigen möglichen Zusammenhang

29. Mai 2018 | Lubmin (Deutschland)/Zug (Schweiz) | Die Untersuchungs­ergebnisse der zuständigen Behörden (Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern) sowie von Nord Stream 2 zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen einem Baggerschiff des von Nord Stream 2 beauftragten Unternehmens und den Schmierfett-Funden im Greifswalder Bodden bestehen könnte. Wie bereits am 25. Mai 2018 mitgeteilt, wurde nach Bekanntwerden dieser Funde das infrage kommende Baggerschiff bis zur vollständigen Aufklärung des Sachverhaltes vorsorglich stillgelegt. Die weiteren vier im Einsatz befindlichen Baggerschiffe werden derzeit technisch überprüft.

Unter der Führung einer von Nord Stream 2 gebildeten internen Arbeitsgruppe laufen die notwendigen Analysen und Audits, um schnellstmöglich Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit zu erhalten.

Parallel hat Nord Stream 2 die Reinigung der betroffenen Strandabschnitte eingeleitet und eine Telefon-Hotline zur Meldung von Funden eingerichtet. In den vergangenen Tagen wurden an den öffentlichen Strandbereichen Wampen, Lubmin und Grabow Schmierfettreste gefunden und entfernt. An den öffentlichen Strandabschnitten Koos, Loissin, Tremt, Riems, Brook und Neuhagen wurde dabei nichts gefunden. In enger Abstimmung mit den Behörden und mit Unterstützung durch das Technische Hilfswerk (THW) wurden weitere Reinigungsarbeiten in den für die Öffentlichkeit gesperrten Gebieten bei Wampen sowie den Freesendorfer Wiesen durchgeführt. Diese Arbeiten gehen weiter, solange noch Schmierfettreste gefunden werden.

Seit dem 25. Mai 2018 nachmittags können Funde von Schmierfettrückständen über eine von Nord Stream 2 eingerichtete Telefon-Hotline gemeldet werden. Die Hotline ist erreichbar unter 030 288 758 116.

Das Schmierfett ist nach Angaben des Herstellers nicht gefährlich und die gesundheitlichen Auswirkungen seien ähnlich wie bei Haushalts-Schmierprodukten. Bei Berührung können die Rückstände mit Seife und Wasser abgewaschen werden. Trotzdem sollte man nicht selbst tätig werden, sondern die Hotline anrufen und den Fundort durchgeben.

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