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Umweltverträglichkeitsprüfung für Nord Stream 2 in Finnland öffentlich ausgelegt

  • Umweltverträglichkeitsprüfung wurde bei der zuständigen finnischen Behörde eingereicht
  • Phase der öffentlichen Beteiligung startet heute
  • Die Auswirkungen in der finnischen AWZ werden als überschaubar oder geringfügig eingeschätzt

7. April 2017 | Helsinki | Mit der öffentlichen Auslegung der von Nord Stream 2 vorgelegten Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beginnt heute in Finnland die Phase der öffentlichen Beteiligung. Zuständig für das Verfahren ist das Uusimaa-Zentrum für Wirtschaftliche Entwicklung, Verkehr und Umwelt, welches die Dokumente für einen Zeitraum von zwei Monaten zur Verfügung stellen wird. Im Laufe der Woche hatte die Nord Stream 2 AG als Projektträger bereits den nationalen UVP-Bericht sowie den Bericht über die grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen des Projektes (Espoo-Bericht) bei der Behörde eingereicht. Anfang Mai 2017 werden öffentliche Anhörungen in Helsinki, Kotka und Hanko stattfinden. Interessierte können sich während der öffentlichen Auslegung zudem am Verfahren beteiligen und ihre Kommentare zu den möglichen Umweltauswirkungen der geplanten Nord Stream 2-Pipeline durch die Ostsee im finnischen Zuständigkeitsbereich abgeben.

Aus den Ergebnissen des UVP-Berichts geht hervor, dass die Nord Stream 2-Pipeline innerhalb der finnischen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) größtenteils überschaubare oder geringfügige Auswirkungen haben wird. Die Umweltberatung Ramboll kommt darin zu dem Schluss, dass die baubedingten Auswirkungen überwiegend lokal begrenzt und von kurzer Dauer sein werden. Das Pipeline-Projekt samt Alternativen wird als ökologisch tragbar eingeschätzt.

Zusätzlich zu einer umfassenden UVP beschreibt der Bericht auch die wichtigsten technischen Aspekte des Pipeline-Projekts sowie die geplanten Maßnahmen, um mögliche negative Umweltauswirkungen zu verringern.

Die Nord Stream 2-Pipeline unterliegt den Bestimmungen des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur UVP im grenzüberschreitenden Rahmen (Espoo-Konvention). Der von Nord Stream 2 eingereichte Espoo-Bericht beschreibt die möglichen grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen des Projekts. 

Auf Grundlage des Espoo-Berichts werden die fünf Genehmigungsländer einander, aber auch weitere Ostsee-Anrainerstaaten, über diese möglichen grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen informieren und im Rahmen eines internationalen Konsultationsverfahrens konsultieren. Die teilnehmenden Länder werden sich dabei zum Projekt äußern können.

Das UVP-Verfahren wird abgeschlossen, sobald alle Stellungnahmen und Kommentare bei der zuständigen finnischen Behörde eingereicht worden sind. Diese wird dann ihre eigene Stellungnahme zum Projekt abgeben.

Der Bericht und die Stellungnahme der koordinierenden Behörde werden in der nachfolgenden Genehmigungsphase berücksichtigt. In den fünf Ländern, durch deren AWZ und/oder Hoheitsgewässer die Pipeline verlaufen wird (Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland), werden die UVP- und Genehmigungsverfahren nach entsprechendem nationalen Recht durchgeführt.

Den UVP-Bericht für Finnland, einen Link zum Kartenportal sowie eine Zusammenfassung der UVP finden Sie auf Finnisch, Schwedisch und Englisch unter: https://www.nord-stream2.com/permitting-finland/finnish-permitting-process/

Auf der rechten Seite finden Sie diese Pressemitteilung auf Finnisch und Schwedisch.

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