Umweltschutzmaßnahmen im Kurgalski-Naturschutzgebiet sind erfolgreich

  • Umgesetzte geschützte Pflanzen wachsen und blühen
  • Seeadler brütet in ursprünglichem Nest
  • Nord Stream 2 wird weiterhin seine Verpflichtungen gegenüber dem Naturschutzgebiet Kurgalski durch die laufenden Erhaltungs- und Ausgleichsmaßnahmen erfüllen

17. Mai 2019 | St. Petersburg (Russland) | Die Nord Stream 2 AG, der Entwickler einer neuen Erdgaspipeline durch die Ostsee zur Versorgung der europäischen Märkte mit russischem Erdgas, freut sich mitteilen zu können, dass die Umweltschutzmaßnahmen an der russischen Anlandestation erste Erfolge zeigen.

Im Rahmen der laufenden Umweltmonitorings, haben die Nord Stream 2 AG und ECOPROJECT, eine Umwelt- und Naturschutzberatung, berichtet, dass sich die geschützten Pflanzen die im Jahr 2018 in Übereinstimmung mit der russischen Gesetzgebung umgesetzt wurden, gut erholen. Erste Anzeichen für einen Erfolg sind in der neuen Vegetation zu sehen, einige blühen und sie gedeihen im Allgemeinen. Eine am 17. Mai von den zuständigen Behörden durchgeführte Inspektion vor Ort hat die Ergebnisse bestätigt.

Fedor Stulov, Leiter der Direktion des Kommittee für Naturressourcen (CNR) der Region Leningrad, sagte: „Nach mehreren Inspektionen vor Ort im Jahr 2018 und mit dem jetzigen Beginn der neuen Saison können wir bestätigen, dass die Verlagerung geschützter Pflanzenarten im Einklang mit den jeweiligen Genehmigungen und den Anforderungen der russischen Gesetzgebung erfolgreich ist.“

Zusätzlich zu den positiven Ergebnissen im Zusammenhang mit Pflanzen haben ornithologische Überwachungen und Drohnenaufnahmen auch bestätigt, dass der geschützte Seeadler Eier in seinem ursprünglichen Nest in der Nähe des Baukorridors brütet. Experten schätzen, dass der Adler dank der vom Unternehmen getroffenen Maßnahmen von den Bauarbeiten ungestört ist.

Vasily Pchelintsev, Chefspezialist bei ECOPROJECT, bemerkte: „Wir haben durchgängig beobachtet, wie Seeadler im Naturschutzgebiet Kurgalski brüten. Die beiden betroffenen Adler, deren Nest in der Nähe des Baukorridors liegt, haben mit der Fortpflanzung begonnen. Dies ist eine ganz normale Brutzeit für diese Gattung, und das Weibchen brütet derzeit seine Eier. Wir werden weiterhin beobachten und bewerten, wie der Bruhtprozess voranschreitet.“

Als verantwortlicher Projektentwickler setzt Nord Stream 2 diverse Maßnahmen um, damit potenzielle Umweltauswirkungen in Übereinstimmung mit der russischen Gesetzgebung und internationalen Standards gemildert, kompensiert und ausgeglichen werden können. So ermöglicht die speziell für die Durchquerung des Naturschutzgebietes Kurgalski eingesetzte Baulösung (weitere Details siehe: Onshore construction in Russia – Dokument auf Englisch) eine Reduzierung der Grabenbreite und des Baukorridors und der damit verbundenen Auswirkungen um rund 50 Prozent gegenüber der konventionellen Bauweise.

Im empfindlichsten Bereich des Küstenwaldes erfolgt der Bau nur innerhalb des engsten möglichen Baukorridors mit einer Breite von 30 Metern. Die beiden Stränge der Pipeline werden durch einen gefluteten Graben gezogen. Dadurch wird nur eine sehr begrenzte Anzahl von Geräten vor Ort benötigt, was die Geräuschemissionen und die damit verbundenen Störungen deutlich reduziert. Der optimierte Bauplan berücksichtigt die kritischen Zeiten für Meeressäuger, Fische und Vögel. Weiterhin wird das Monitoring der geschützten Pflanzenarten außerhalb des Baukorridors durchgeführt.

Gregory Vilchek, Leiter des Nord Stream 2-Genehmigungsteams in Russland, sagte: „Alle unsere Minderungsmaßnahmen basieren auf internationaler Expertenberatung und lokaler Fachexpertise. So erforderte beispielsweise die Verlegung des Aulacomnium androgynum (mannweibiges Streifensternmoos) eine besondere Methodik, die manuell unter der Aufsicht von Experten des Komarov-Instituts für Botanik durchgeführt wurde. Wir sind mit den in diesem Frühjahr erzielten Ergebnissen sehr zufrieden und werden auch in Zukunft unserer Verantwortung für dieses Schutzgebiet gerecht werden.“

Nord Stream 2 verpflichtet sich, mit seiner effektiven Unternehmensführung, internen Kontrolle und einem mehrstufigen externen Aufsichtssystem die höchsten Umweltstandards über die Anforderungen der nationalen Gesetzgebung hinaus zu gewährleisten. Die Bauaktivitäten werden von den zuständigen Behörden und drei unabhängigen Aufsehern überwacht. Die Projektaktivitäten innerhalb des Naturschutzgebietes Kurgalski werden von VNII Ecology, einem führenden russischen Forschungsinstitut mit besonderer Expertise im Bereich des Umgangs mit Schutzgebieten, geprüft. Royal Haskoning DHV, ein führendes internationales Ingenieur- und Umweltberatungsunternehmen, wurde mit der Überwachung beauftragt, um die Einhaltung internationaler Standards zu gewährleisten. ERM, ein globaler Anbieter von Umwelt-, Gesundheits-, Sicherheits-, Risiko- und Sozialberatungsleistungen, prüft regelmäßig die Arbeiten im Rahmen des Umwelt- und Sozialmanagementsystem des Projekts.

Zusätzlich zu den russischen gesetzlichen Anforderungen setzt das Unternehmen einen Biodiversitäts-Aktionsplan (BAP) für das Naturschutzgebiet Kurgalski um. Der BAP umfasst diverse Maßnahmen, die darauf abzielen, über den Projekt-Fußabdruck hinaus einen Zugewinn für Kurgalski zu erzielen, wie es von internationalen Standards gefordert wird.