Team Deutschland gewinnt Nord Stream Invitational Race 2016
SY SGM ist der schnellste Schwan in der Ostsee
- Mit Skipper Alexander Prinz zu Schleswig-Holstein belegt Team Deutschland den ersten Platz beim fünften jährlichen Nord Stream Race
- Das von Nord Stream gesponserte Team Europa schaffte bei der 700 nautische Meilen langen Regatta den zweiten Platz
- Nord Stream 2 unterstützte erstmals die Regatta und lud internationale Gäste und Crews zum Zwischenstopp in Helsinki ein
13. Juni 2016 | Rostock-Warnemünde | Um 2.58 Uhr am Freitagmorgen, den 10. Juni, überquerte die SY „SGM“ von Team Deutschland als erste die Ziellinie der zweiten Etappe des Nord Stream Invitational Race 2016. Die Crew erreichte den Hafen Rostock-Warnemünde nach 3 Tagen, 8 Stunden und 13 Minuten Segeln ohne Pause. Mit diesem ersten und einem dritten Platz aus der ersten Etappe von Sankt Petersburg nach Helsinki ist das Team Deutschland Gesamtsieger der Regatta.
„Als reine Amateurcrew, die vorher noch nie in dieser Konstellation zusammen gesegelt ist, haben wir definitiv nicht erwartet, jetzt hier zu stehen und diesen Pokal in den Händen halten zu dürfen“, sagte ein überglücklicher Skipper Alexander Prinz zu Schleswig-Holstein bei der Siegerehrung kurz bevor seine Crew ihn mit einer ehrlichen Champagnerdusche ein zweites Mal überraschte.
Wind mit bis zu 25 Knoten, Temperaturen im einstelligen Bereich, aber auch weite Strecken mit absoluter Flaute – die Ostsee mit all ihren widrigen Bedingungen brachte die Teilnehmer auf der 700 Seemeilen langen Strecke von Sankt Petersburg über Helsinki nach Warnemünde bis an ihr Limit.
Das jährliche Nord Stream Race fand bereits zum fünften Mal und auf der Strecke von Helsinki nach Warnemünde erstmals mit der Unterstützung von Nord Stream 2 statt. Eingeladen zur Feier anlässlich des Zwischenstopps in Helsinki waren neben den beteiligten Crews auch zahlreiche Journalisten und internationale Gäste, darunter die deutsche Botschafterin in Finnland, Dorothee Janetzke-Wenzel, sowie die finnische Botschafterin für Ostsee-Angelegenheiten, Erja Tikka.
Ulrich Lissek, Head of Communications bei der Nord Stream 2 AG, kommentierte: „Wir sind stolz, dieses Jahr das Nord Stream Race zu unterstützen. Die Teilnehmer dieser spannenden Regatta begeisterten durch ihre großartige Teamleistung und Entschlossenheit im Sinne der internationalen Zusammenarbeit. Diese Werte sind für uns als Unternehmen von größter Bedeutung. Wir gratulieren Team Deutschland zu diesem Erfolg und freuen uns auf die Gelegenheit, bei der nächsten Regatta mit dem von Nord Stream gesponserten Team Europa eventuell den Titel zurückzuholen!“
Neben der Fähigkeit, ihr Boot richtig zu trimmen und es so schnell wie möglich zu segeln, brauchten die internationalen Crews an Bord der fünf Gazprom Swan 60-Yachten auch gute taktische Fähigkeiten, um vorne mit dabei zu sein. Für SGM war der Erfolgsfaktor die genaue Analyse der Wetterdaten. „Wir wussten, dass nördlich von Rügen ein großes Flautenfeld sein würde und haben darauf gesetzt, indem wir eine weitaus nördlichere Route drumherum gewählt haben. Außerdem wussten wir, dass die SPIRIT OF EUROPE und die TSAAR PETER sich vorne belauern und sich nicht von der Seite weichen würden. Die haben uns wohl nicht so viel zugetraut und dass haben wir ausgenutzt, um uns davon zu schleichen”, so Alexander Prinz zu Schleswig-Holstein.
Der zweitplatzierte Tim Kröger, der mit seinem Team Europa an jedem Nord Stream Race seit 2012 teilgenommen hat, nannte die Jubiläumsausgabe „das bisher härteste und kälteste Rennen“. Besonders für die jungen Crewmitglieder muss es nicht einfach gewesen sein, aber „alle haben einen fantastischen Job gemacht.“ Auch in den vergangenen Jahren haben die Organisatoren des Rennens schon einen Fokus auf die Förderung des Nachwuchses gelegt. In diesem Jahr maßen sie dem Thema besondere Bedeutung zu, indem sie es zur Voraussetzung machten, dass jedes Team mindestens drei Crewmitglieder unter 25 Jahren an Bord haben muss.
Nach der Crew der SPIRIT OF EUROPE folgte Team Russland mit Skipper Sergey Borodinov an Bord der BRONENOSEC. Ein Sieg der ersten Etappe, zusammen mit einem vierten Platz in der zweiten Etappe bedeutete fünf Gesamtpunkte. Da die zweite Etappe im Falle einer Punktgleichheit entscheidend ist, schlägt Team Europe mit einem zweiten und einem dritten Platz Team Russand um Haaresbereite. An vierter Position ist das Team aus Finnland an Bord der TSAAR PETER mit Skipper Samuli Leisti, gefolgt von Team Großbritannien uns Skipper Adrian Lower auf der PETITE FLAMME.
Ergebnisse
