Strelka KB erarbeitet Managementplan für das Kurgalski-Naturschutzgebiet im Auftrag von Nord Stream 2

  • Verbesserung der Artenvielfalt ist Ziel der Nord Stream 2-Umweltinitiative für den Anlandebereich in Russland

25. September 2018 | Zug (Schweiz)/Moskau (Russland) | Die Nord Stream 2 AG hat heute über die Zusammenarbeit mit Strelka KB, einem führenden Unternehmen für Raumentwicklungsstrategien in Russland, informiert. Strelka wird einen Managementplan für das Kurgalski-Naturschutzgebiet entwickeln, der mittel- und langfristig als Verwaltungsinstrument für die nachhaltige Umsetzung der Schutzziele dieses Reservats dienen soll.

In Russland durchquert die Nord Stream 2-Pipeline auf einer Länge von rund 3,7 Kilometern den südlichen Teil des Kurgalski-Naturschutzgebiets, das durch die Übereinkommen von Ramsar und Helsinki geschützt wird. Nord Stream 2 trägt besondere Verantwortung für das Schutzgebiet. Über nationales und internationales Recht hinaus erfüllt Nord Stream 2 die ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsstandards der Internationalen Finanzkorporation (IFC PS). Der IFC-Standard PS 6 „Erhalt der Artenvielfalt und nachhaltiger Umgang mit lebendigen Naturschätzen“ fordert bei Arbeiten in Schutzgebieten Aktivitäten, die zum Nettozuwachs der Artenvielfalt führen.

Deshalb hat die Nord Stream 2 AG mit dem Ausschuss für Natürliche Ressourcen der Region Leningrad vereinbart, die Entwicklung eines Managementplans für Kurgalski zu unterstützen und zu koordinieren. Der Plan wird in Zusammenarbeit mit Strelka KB und im Dialog mit wichtigen regionalen Experten und Institutionen erstellt.

„Nord Stream 2 ist das erste grenzüberschreitende Projekt für Strelka KB. Wir haben aber umfassende Erfahrungen mit Schutzgebieten in Russland. Der Managementplan wird auf einer umfassenden wissenschaftlichen Analyse basieren, in der Strategien zur Verbesserung der Artenvielfalt vorgeschlagen werden. Es ist unsere Aufgabe, potenziellen Gefährdungsquellen für die biologische Vielfalt des Schutzgebiets zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zu planen. Im Rahmen der Arbeit an diesem Projekt streben wir vor allem die Schaffung eines Managementmodells an, das ein Gleichgewicht zwischen dem Umweltschutz und der Entwicklung von Erholungsmöglichkeiten im Kurgalski-Reservat herstellt“, sagt Alexej Muratow, Partner bei Strelka KB.

Der Managementplan steckt den Rahmen für die Entwicklung des Schutzgebietes unter Einhaltung der bestehenden Vorschriften ab. Außerdem sollen:

  • langfristige Schutzprioritäten und -ziele für das Reservat ermittelt werden;
  • Pilotprojekte für die Verbesserung der Artenvielfalt geplant werden;
  • eine Managementstrategie entwickelt werden, um eine Gefährdung der Artenvielfalt im Reservat auszuschließen;
  • die Schwerpunkte der wissenschaftlichen Erforschung laufender natürlicher Prozesse innerhalb des Reservats identifiziert werden;
  • ein Framework für die nachhaltige öffentliche Nutzung des Reservats geschaffen werden.

„Nord Stream 2 verpflichtet sich zur Einhaltung höchster Standards für nachhaltige Entwicklung. Die Partnerschaft mit Strelka KB wird zu einer Reihe von Maßnahmen führen, die einen Nettozuwachs der Artenvielfalt auf der Kurgalski-Halbinsel sicherstellen sowie ein effektives Management des gesamten Gebiets ermöglichen", sagte Dirk von Ameln, Senior Advisor des CEO von Nord Stream 2.

Der Kurgalski-Managementplan wird Teil von umfassenden Umwelt- und Gemeinschaftsinitiativen (ECo-I) von Nord Stream 2 sein. Deren Ziel ist es, positive Auswirkungen für die Umwelt und die Bevölkerung im Projektgebiet in Russland sicherzustellen. Diese Initiativen verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz in Bezug auf Kompensation, Maßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt, Gemeinschaftsinitiativen und Sponsoring-Aktivitäten, die Nord Stream 2 im und um den russischen Anlandebereich im Bezirk Kingissepp durchführen möchte.

Der Kurgalski-Managementplan wird auf einer umfassenden Umweltstudie aufbauen, die 2017 nach bewährten internationalen Methoden durchgeführt wurde und die die gesamte Kurgalski-Halbinsel abdeckte. Außerdem werden zusätzliche Studien zur touristischen Belastung und zu invasiven Arten hinzugezogen, die im Sommer 2018 durchgeführt wurden.

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