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Öffentlichkeitsbeteiligung startet in Dänemark

  • Umweltverträglichkeitsstudie liegt zur öffentlichen Einsicht aus.
  • Öffentlichkeitsbeteiligung in Dänemark beginnt.
  • Dänische Energieagentur organisiert öffentliche Anhörung am 29. August 2017 in Rønne auf Bornholm.

27. Juni 2017 | Kopenhagen | Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den dänischen Abschnitt der Nord Stream 2-Pipeline wurde von der zuständigen Behörde, der Dänischen Energieagentur, öffentlich zugänglich gemacht. Die UVP basiert auf detaillierten Umweltuntersuchungen entlang der gesamten geplanten Trasse.

Bis zum 19. September 2017 können die Öffentlichkeit, dänische Behörden und Organisationen zu der dänischen UVP Stellung nehmen und offene Fragen stellen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite der Dänischen Energieagentur: www.ens.dk. Neben der UVP hat die Nord Stream 2 AG den Baugenehmigungsantrag sowie den Espoo-Bericht (eine Studie zu den grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen) bei der Dänischen Energieagentur eingereicht.

Die dänische Öffentlichkeitsbeteiligung betrifft die geplante Nord Stream 2 Offshore-Pipeline, deren Route auf etwa 139 Kilometern durch das dänische Hoheitsgewässer und die ausschließliche Wirtschaftszone verläuft. Die geplanten Pipelines werden weitgehend parallel zur bereits bestehen Nord Stream-Pipeline verlaufen.

„Der Beginn der nationalen und internationalen öffentlichen Anhörungen in Dänemark und anderen Ostsee-Anrainerstaaten ist ein wichtiger Meilenstein für das Projekt. Interessensgruppen können Stellungnahmen einreichen oder während der zahlreichen öffentlichen Anhörungen in den Ostsee-Anrainerstaaten offene Fragen zu dem Projekt stellen", sagte Simon Bonnell, Nord Stream 2 Head of Permitting.

Genehmigungsantrag eingereicht

Am 3. April 2017 hat die Nord Stream 2 AG einen Antrag zur Genehmigung des Baus einer neuen Pipeline bei der Dänischen Energieagentur eingereicht. Der Genehmigungsantrag beinhaltet eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Die UVP beschreibt die wichtigsten Eigenschaften und technischen Lösungen der geplanten Pipeline und beinhaltet detaillierte Gutachten zu potenziellen Auswirkungen auf die physikalisch-chemische, biologische und sozio-ökonomische Umwelt des dänischen Abschnitts. Der Bericht beinhaltet auch ein Gutachten potenziell grenzüberschreitender Auswirkungen aufgrund von Arbeiten in Dänemark und benennt Maßnahmen, um mögliche negative Umweltauswirkungen zu verhindern und zu mildern.

Im Jahr 2019 wird die Nord Stream 2 AG einen gesonderten Genehmigungsantrag für den Betrieb der Pipeline auf dem dänischen Festlandsockel stellen.

Minimale Umweltauswirkungen

Basierend auf den gründlichen Untersuchungen der UVP sowie der Erfahrung aus Bau und Betrieb der bereits bestehenden Nord Stream-Pipeline und den Ergebnissen des Umweltmonitorings wird davon ausgegangen, dass die geplanten Pipelines nur minimale Umweltauswirkungen auf die dänischen Gewässer haben werden. Die Nord Stream 2 AG hat sich in der Planungsphase dafür eingesetzt, sichere und umweltfreundliche Lösungen zu finden und wird dies auch während der Bau- und Betriebsphase der Pipeline fortführen.

Weitere Informationen zum Nord Stream 2-Projekt und zum dänischen Genehmigungsprozess finden Sie hier: https://www.nord-stream2.com/permitting-denmark/

Als grenzüberschreitendes Projekt unterliegt Nord Stream 2 internationalen Konventionen und der nationalen Gesetzgebung der Länder, durch deren Gewässer die Pipeline verläuft. Diese Länder, Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland, müssen Genehmigungen für das Projekt erteilen. Die Genehmigungsverfahren schreiten im vorgesehenen Zeitrahmen voran: Bereits im Herbst 2016 wurden in Schweden als erstem Land die Nord Stream 2-Antragsunterlagen eingereicht. Im April folgten Finnland, Deutschland und Dänemark. In Schweden und Finnland wurden bereits vier öffentliche Anhörungen durchgeführt. Im Sommer 2017 folgen die Veranstaltungen in Deutschland, Russland und Dänemark. Darüber hinaus verständigen sich die genehmigenden Länder mit den möglicherweise betroffenen Anrainerstaaten Lettland, Estland, Litauen und Polen im Rahmen internationaler Konsultationen über mögliche grenzüberschreitende Auswirkungen der Pipeline. Nach der Veröffentlichung des Espoo-Reports Anfang April 2017 fanden im Mai und Juni 2017 in den Baltischen Staaten und Polen bereits vier öffentliche Anhörungen statt. Das Projekt liegt im Zeitplan und Nord Stream 2 rechnet damit Ende 2017, Anfang 2018 alle Genehmigungen zu erhalten.

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