Der Bericht über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Route der Offshore-Pipeline der Nord Stream 2 AG im Südosten von Bornholm wurde von der Koordinierungsbehörde, der dänischen Energiebehörde (DEA), zur öffentlichen Einsichtnahme bereitgestellt.

Öffentliche Konsultationen für dritte Route in Dänemark beginnen

  • Konsultation beruht auf der Entscheidung der DEA, eine UVP für eine südöstliche Route einzufordern
  • UVP-Bericht liegt nun zur öffentlichen Einsicht und Kommentierung vor
  • Öffentliche Anhörung am 19. Juni 2019 in Rønne

15. Mai 2019 | Zug, Schweiz/Kopenhagen, Dänemark | Der Bericht über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Route der Offshore-Pipeline der Nord Stream 2 AG im Südosten von Bornholm wurde von der Koordinierungsbehörde, der dänischen Energiebehörde (DEA), zur öffentlichen Einsichtnahme bereitgestellt. Diese Route verläuft außerhalb der dänischen Hoheitsgewässer durch die ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) Dänemarks.

Die UVP basiert auf detaillierten Umweltuntersuchungen entlang der Trasse, auf der die Pipeline gebaut werden soll. Der umfassende Bericht enthält eine Beschreibung der wichtigsten Eigenschaften und technischen Lösungen des geplanten Pipelinesystems sowie detaillierte Einschätzungen der möglichen Auswirkungen auf die physikalisch-chemische, biologische und sozioökonomische Umwelt im dänischen Abschnitt. Die UVP umfasst auch eine Bewertung der potenziell grenzüberschreitenden Auswirkungen, die sich aus den in Dänemark durchzuführenden Tätigkeiten ergeben können, und nennt Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung potenzieller nachteiliger Umweltauswirkungen.

Die Öffentlichkeit, dänische Behörden und Organisationen sind aufgefordert, bis zum 10. Juli Kommentare oder Fragen zu dem eingereichten UVP-Bericht an die DEA einzureichen. Für die grenzüberschreitende Beratung im Rahmen der Espoo-Konvention wird diese Frist bis zum 17. Juli verlängert. Am 19. Juni findet in Rønne auf Bornholm eine von der DEA organisierte Anhörung statt, bei der interessierte Parteien ihre Fragen stellen können. Für weitere Informationen können Sie die Webseite der DEA besuchen: www.ens.dk/vvm-redegoerelsen-NS2-SE.

Dritter Genehmigungsantrag am 15. April 2019 eingereicht

Die Nord Stream 2 AG hat am 15. April 2019 einen dritten Genehmigungsantrag und eine UVP bei der DEA eingereicht, um die Interessen unseres Anteilseigners und unserer Finanzinvestoren trotz unserer rechtlichen Vorbehalte zu wahren. Diese südöstliche Route verläuft durch ein Gebiet, das bisher zwischen Polen und Dänemark umstritten und daher für keinen Projektentwickler zugänglich war.

Der Genehmigungsantrag und die UVP wurden nach einer Entscheidung der DEA vom 26. März eingereicht. Die Nord Stream 2 AG hat gegen die Entscheidung der DEA am 17. April Berufung eingelegt, da wir die Aufforderung zu einem dritten Genehmigungs- und Anhörungsverfahren für unverhältnismäßig und illegal halten.

Die Nord Stream 2 AG hat bereits zwei weitere separate Anträge zur Routenführung bei der DEA eingereicht. Der erste, der im April 2017 eingereicht wurde, basiert auf den Empfehlungen der dänischen Behörden für die bestehende Nord Stream-Pipeline und durchquert die dänischen Hoheitsgewässer. Der zweite Antrag, der im August 2018 gestellt wurde, ist eine alternative Route, die die dänische AWZ nordwestlich von Bornholm passiert. Zu diesem Zeitpunkt war die nordwestliche Route die umweltfreundlichste Variante innerhalb der dänischen AWZ.

In Übereinstimmung mit den bereits in vier Ländern erteilten Genehmigungen laufen die Arbeiten an der Nord Stream 2-Pipeline in Russland, Finnland, Schweden und Deutschland. Mehr als 1.200 Kilometer der beiden Leitungen – über die Hälfte der Gesamtlänge – sind bereits verlegt.

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