Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. OK

Öffentliche Konsultationen beginnen in Russland

  • Der Entwurf basiert auf mehr als fünf Jahren umfassender Forschung von namhaften wissenschaftlichen Organisationen, wie die Russische Wissenschaftsakademie, die Staatliche Universität St. Petersburg und das Staatliche Forschungsinstitut der Binnenfischerei-Industrie (GosNiorkh).
  • Nord Stream 2 pflegt einen offenen Dialog mit der Öffentlichkeit und der Wissenschaftscommunity.
  • Der Berichtsentwurf wird in verschiedenen Fokusgruppen mit Umweltexperten und Vertretern von Umweltorganisationen diskutiert.
  • Eine öffentliche Anhörung zum Berichtsentwurf wird 30 Tage nach der Veröffentlichung stattfinden.

4. August 2017 | St Petersburg | Die Nord Stream 2 AG, der Projektentwickler zum Bau der neuen Erdgaspipeline durch die Ostsee, hat einen Berichtsentwurf der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das Projekt in Russland veröffentlicht.

Der Berichtsentwurf beinhaltet eine detaillierte Bewertung der potenziellen Auswirkungen des Projekts auf Atmosphäre, Gewässer, geologische Verhältnisse, biotische Faktoren und andere ökologische Elemente, sowie regionale sozio-ökonomische Faktoren. Gemäß des international bewährten Verfahrens wurde eine Einschätzung der kumulierten Umwelt- und sozio-ökonomischen Einflüsse des Projekts vorgenommen. Hierbei wurden auch weitere Ereignisse innerhalb des Zeitrahmens und Einflussbereichs des Projektes miteinbezogen. Im Rahmen der UVP wurden Umweltmaßnahmen entwickelt, die die potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt und das Risiko von Vorfällen minimieren sollen. Das vorgestellte Umweltmonitoring wurde anhand der gesammelten Daten und positiven Erfahrungen mit der Nord Stream-Pipeline, die bereits seit über fünf Jahren in Betrieb ist, entwickelt.

Nach umfassenden Analysen der Streckenalternativen wurde die Narwa-Bucht- Route durch den südlichen Randteil des Kurgalski Naturschutzgebietes im Kingisepp Distrikt der Region Leningrad aufgrund der geringeren sozialen und Umweltauswirkungen als bevorzugte Option gewählt.

Gregory Vilchek, Leiter des Nord Stream 2-Genehmigungsteams in Russland, sagte: „Die UVP-Unterlagen sind das Ergebnis von über fünf Jahren an umfangreichen Untersuchungen, die von führenden wissenschaftlichen Organisationen, wie der Russischen Wissenschaftsakademie, der Staatlichen Universität St. Petersburg und dem Staatlichen Forschungsinstitut der Binnenfischerei-Industrie (GosNiorkh), für das Projekt durchgeführt wurden. Erhebungen von Umweltorganisationen, wie der zwischenstaatlichen Helsinki Kommission (HELCOM) zum Schutz der Ostsee, fanden ebenfalls Eingang in die Unterlagen.“

Bei den umfassenden Erhebungen für Nord Stream 2 handelt es sich um die detailliertesten und umfangreichsten, die jemals in der Region durchgeführt wurden. Die Untersuchungen vergrößerten das Wissen über das Kurgalski Naturschutzgebiet und den angrenzenden Finnischen Meerbusen erheblich.

Die Forscher haben zudem einen Referenzstandort mit identischen Lebensraumbedingungen zum Hauptkorridor ermittelt. Dieser befindet sich südlich der geplanten Pipelineroute. Durch den Vergleich mit dem Referenzstandort können Verlässlichkeit und Nachprüfbarkeit der Ergebnisse des Umweltmonitorings während des Baus der Gaspipeline garantiert werden.

Die hochdetaillierten Offshore-Untersuchungen gingen ebenfalls über die Anforderungen der russischen Gesetzgebung hinaus. Aufgrund einer Anfrage aus Estland wurden drei Schichten von Bodenproben separat analysiert (0-2 cm, 2-10 cm, 10-30 cm). Dadurch konnten genaueste Daten für alle 45 Analyseparameter gewonnen werden. Zusätzlich zu den gesetzlich festgeschriebenen Untersuchungen der Meeressäuger vom Schiff aus wurden außerdem Luftbildvermessungen durchgeführt. Zudem haben Experten des GosNIORKh in der Narwa-Bucht geforscht, um die Laichgebiete für den Ostseehering und andere Fische zu bestimmen.

„Die Ergebnisse der vorläufigen Umweltverträglichkeitsprüfung zeigen, dass das Nord Stream 2-Projekt keine signifikanten negativen Auswirkungen auf die Umwelt hat, wenn die geplanten Umweltschutzmaßnahmen in Übereinstimmung mit den Anforderungen der internationalen und russischen Umweltgesetze durchgeführt werden“, fassen die Autoren der UVP, das Expertenteam von FRECOM Ltd., zusammen. FRECOM Ltd. ist eines der führenden unabhängigen russischen Unternehmen auf dem Gebiet der Umwelt- und Industriesicherheit.

„Das von Nord Stream 2 angestrebte Maßnahmenpaket genügt, um die Auswirkungen auf die Umwelt ausreichend zu minimieren“, sagt Andrey Pedchenko, Direktor des GosNIORKh.

Der Berichtsentwurf der UVP wurde auf der Internetseite von Nord Stream 2 veröffentlicht und ist außerdem in den öffentlichen Verbindungsbüros in Kingisepp, Bolshoye Kuzyomkino, Kingiseppsky und Ust-Luga verfügbar. Die Öffentlichkeit hat 60 Tage lang Zugang zu dem Berichtsentwurf. In Übereinstimmung mit der russischen Gesetzgebung wird 30 Tage nach der Veröffentlichung eine öffentliche Anhörung in Kingisepp, in der Region Leningrad, stattfinden.

Die Nord Stream 2 AG pflegt einen offenen Dialog mit der Öffentlichkeit und Expertencommunity. Der Berichtsentwurf wird mit Umweltexperten und Vertretern von Umweltorganisationen in einer Reihe von Seminaren für die jeweiligen Fokusgruppen diskutiert.

Sobald das öffentliche Konsultationsverfahren abgeschlossen ist, wird die Nord Stream 2 AG einen finalen UVP-Bericht vorbereiten, der die Stellungnahmen und Anmerkungen der Öffentlichkeit miteinbezieht und bei den staatlichen Umweltbehörden eingereicht wird.

PDF Download