Nord Stream 2 und Boskalis-Van Oord unterzeichnen Absichtserklärung zur Gesteinsaufschüttung

  • Niederländisches Joint Venture Boskalis-Van Oord erhält Auftrag für Gesteinsaufschüttung
  • Mehr als 200 Unternehmen aus 17 Ländern arbeiten zusammen an internationalem Energieinfrastrukturprojekt

13. Juli 2017 | Zug (Schweiz) | Der Projektentwickler Nord Stream 2 AG hat eine Absichtserklärung mit dem niederländischen Joint Venture Boskalis-Van Oord unterzeichnet. Die Firma wird Gesteinsaufschüttungen für den Bau der geplanten Nord Stream 2-Pipelinestränge durch die Ostsee vornehmen. Die Erdgaspipeline führt über eine Entfernung von etwa 1.230 Kilometern durch die Ostsee. Die Details des Vertrages werden in den kommenden Wochen vorliegen. Gegenwärtig wird davon ausgegangen, dass der Auftrag ein Volumen in Höhe von etwa 250 Millionen Euro hat.

Der Vertrag sieht vor, dass zur Gesteinsaufschüttung Materialien aus den Ostsee-Anrainerstaaten genutzt werden. Das Gestein muss bestimmte technische und ökologische Kriterien erfüllen und wird von Spezialschiffen sowohl vor als auch nach der Verlegung der Pipeline platziert. An genau definierten Stellen entlang der Pipelineroute, an denen der Meeresboden uneben ist, dienen die Gesteinsaufschüttungen dazu, die Pipeline zu stabilisieren.

Das Joint Venture Boskalis-Van Oord ist eines von mehr als 200 Unternehmen aus 17 Ländern, die Aufträge erhalten haben, um das komplexe, internationale Energieinfrastrukturprojekt Nord Stream 2 zu realisieren. Einer der Partner im Joint Venture, Royal Boskalis Westminster N.V., hat bereits Gesteinsaufschüttungen für die Pipelines des ersten Nord Stream-Projekts vorgenommen, das seit 2012 in Betrieb ist. Der zweite Partner, Van Oord, hat im Jahr 2010 den Anlandebereich der Nord Stream-Pipeline nahe Wyborg in Russland gebaut.

Der Gesamtwert der bislang für das Nord Stream 2-Projekt vergebenen Aufträge liegt bei mehr als vier Milliarden Euro. Das Projekt schreitet planmäßig voran.

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