Die Nord Stream 2 AG, der Entwickler einer neuen Pipeline durch die Ostsee zur Versorgung des EU-Marktes mit russischem Erdgas, hat bei einem Runden Tisch in St. Petersburg ihren Vorschlag für eine Strategie zum Schutz der Artenvielfalt für das russische Naturschutzgebiet Kurgalski vorgestellt. Nord Stream 2 hat dazu eine Reihe von Umweltbehörden, Nichtregierungsorganisationen, Experten und Wissenschaftlern zu einem offenen Dialog über die Strategie eingeladen. Dieser Ansatz wurde von dem Ausschuss für Bodenressourcen der Region Leningrad unterstützt.

Nord Stream 2 stellt Strategie zum Schutz der Artenvielfalt für das Naturschutzgebiet Kurgalski vor

  • Nord Stream 2 hat im Einklang mit internationalen Standards eine Strategie zum Schutz der Artenvielfalt im russischen Naturschutzgebiet Kurgalski entwickelt und eine offene Diskussion mit Experten angestoßen
  • Diese Strategie basiert auf umfangreichen Gutachten und Studien über das gesamte Schutzgebiet
  • Der nächste Schritt besteht darin, in Kooperation mit den relevanten Behörden und Experten einen langfristigen Aktionsplan zur Artenvielfalt zu entwickeln, um einen tatsächlichen Mehrwert für das Naturschutzgebiet Kurgalski zu schaffen

24. Januar 2018 | St. Petersburg (Russland) | Die Nord Stream 2 AG, der Entwickler einer neuen Pipeline durch die Ostsee zur Versorgung des EU-Marktes mit russischem Erdgas, hat bei einem Runden Tisch in St. Petersburg ihren Vorschlag für eine Strategie zum Schutz der Artenvielfalt für das russische Naturschutzgebiet Kurgalski vorgestellt. Nord Stream 2 hat dazu eine Reihe von Umweltbehörden, Nichtregierungsorganisationen, Experten und Wissenschaftlern zu einem offenen Dialog über die Strategie eingeladen. Dieser Ansatz wurde von dem Ausschuss für Bodenressourcen der Region Leningrad unterstützt.

An der Veranstaltung beteiligten sich Repräsentanten des russischen Ministeriums für Natürliche Ressourcen und Umwelt sowie der Regierung der Region Leningrad, darunter auch des Ausschusses für Bodenressourcen. Ebenfalls nahmen wissenschaftliche Institutionen, Umweltschutzorganisationen und Experten teil.

Zur Entwicklung der Strategie hat Nord Stream 2 im Sommer 2017 ein komplexes Untersuchungsprogramm zur Artenvielfalt auf der gesamten Kurgalski-Halbinsel gestartet. Die Studie wurde unter Beachtung etablierter internationaler Methoden über einen Zeitraum von sechs Monaten durchgeführt. Ziel war es, Pflanzen (Gefäßpflanzen, Moose, Flechten und Pilze), Amphibien, Reptilien, Vögel und Landsäugetiere sowie geomorphologische Merkmale der Kurgalski-Halbinsel zu untersuchen.

Dr. Elena Chaadaeva, Expertin bei der Beratung ECOPROJECT, welche die Biodiversitätsstudie durchgeführt hat, stellte fest: „Die Biodiversitätsstudie in Kurgalski umfasst unter anderem die Kartierung seltener Arten im gesamten Schutzgebiet, zusätzlich zu den bereits bekannten Lebensräumen bestimmter Arten. Wir haben Untersuchungsbereiche im südlichen und nördlichen Teil der Halbinsel erfasst und dabei die Methode der Routenaufnahme angewandt, um jedes Vorkommen einer seltenen Art zu registrieren. Die Studie verlief in Übereinstimmung mit der internationalen Praxis.“

Die Ergebnisse dieser Studie, einschließlich der Resultate eines Gutachtens zu gefährdeten Lebensräumen und eines Ramsar-Integritätsgutachtens, wurden am Runden Tisch von russischen und internationalen Experten verschiedener Umweltberatungsunternehmen vorgestellt. Die Biodiversitätsstudie, welche in diesem Gebiet zum ersten Mal in solchem Umfang durchgeführt wurde, hat es möglich gemacht, wissenschaftlich verwertbare und synchrone Daten über die Ökologie der gesamten Kurgalski-Halbinsel zu erfassen. 

Zusätzlich zu einer genauen Bewertung der Verteilung wertvoller Lebensräume im Schutzgebiet hat die Studie Gebiete identifiziert, in denen durch anthropogene oder natürliche Prozesse die Gefahr der Verringerung der Artenvielfalt besteht.

Das Gutachten zu den gefährdeten Lebensräumen wurde von ERM durchgeführt, einem weltweit führenden Umweltberatungsunternehmen. Ziel war es, zu überprüfen, ob bedrohte Arten oder Lebensräume im Einflussgebiet des Projekts vorliegen. Es bestätigte erste Vermutungen, dass die gesamte Kurgalski-Halbinsel als gefährdeter Lebensraum gemäß IFC PS 6 gelten kann. Das Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass, obwohl keine messbare Beeinträchtigung der Integrität und der ökologischen Funktionsfähigkeit des Kurgalski-Naturschutzgebietes aufgrund des Projektes auftreten werden, Nord Stream 2 einen tatsächlichen Mehrwert für die Umwelt in diesem Gebiet anstreben sollte.

Les Hatton, technischer Direktor von ERM, kommentierte: „Auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass das Nord Stream 2-Projekt keinen signifikanten Effekt auf das Kurgalski-Reservat als Ramsar-Gebiet hat. Das Schutzgebiet wird weiterhin die Lebensräume, Arten und Prozesse seiner Aufgabe gemäß unterstützen. Mit der Entwicklung eines robusten Aktionsplans zur Artenvielfalt wird Nord Stream 2 in der Lage sein, seine Verpflichtungen zur Einhaltung internationaler Umweltschutzstandards zu erfüllen.“

Der Runde Tisch in St. Petersburg ermöglicht eine offene, breit angelegte Diskussion der vorgeschlagenen Strategie und gibt Nord Stream 2 die Möglichkeit, wichtige Rückmeldungen zu erhalten. Im nächsten Schritt wird Nord Stream 2 im Rahmen seines nachhaltigen und langfristen Engagements einen detaillierten Aktionsplan zur Artenvielfalt für das Kurgalski-Schutzgebiet erstellen. Um die vollständige Einhaltung der IFC-PS-Standards sicherzustellen, werden die Studienergebnisse und der vorgeschlagene Aktionsplan zur Artenvielfalt von unabhängigen Umweltberatern geprüft werden, die sich bereits seit 2016 mit der Projektdokumentation befassen.

Der Aktionsplan zur Artenvielfalt ist ein wesentlicher Bestandteil der der Strategie für Umwelt- und Gemeinschaftsinitiativen (ECo-I), die für die Anlandestation in Russland entwickelt wurde. Ziel von Nord Stream 2 ist es, den Plan in kontinuierlicher Zusammenarbeit mit den relevanten Behörden und Experten umzusetzen.

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