Nord Stream 2 fasst die Ergebnisse von Planung und UVP in Russland beim Baltic Sea Day in St. Petersburg zusammen
- Nord Stream 2 hat im Rahmen des internationalen Umweltforums einen Runden Tisch zum „Konzept für eine verantwortungsvolle Infrastrukturentwicklung in einem sensiblen Umfeld" abgehalten
- Das Unternehmen stellte seine auf internationalen Standards beruhende Vorgehensweise zur Verminderung von Umweltauswirkungen vor
- Starkes Engagement beim Naturschutz wird eine sichere und nachhaltige Projektumsetzung in Russland gewährleisten
23. März 2018 | St. Petersburg (Russland) | Die Nord Stream 2 AG, der Entwickler einer Pipeline durch die Ostsee zur Versorgung des EU-Marktes mit russischem Erdgas, hat einen Runden Tisch zum „Konzept von Nord Stream 2 für eine verantwortungsvolle Infrastrukturentwicklung in einem sensiblen Umfeld“ als Teil des internationalen Umweltforums beim 19. Baltic Sea Day abgehalten. Das Forum wird jährlich in St. Petersburg mit Unterstützung von HELCOM (der Kommission zum Schutz der Meeresumwelt im Ostseeraum – Helsinki-Kommission) und vom Russischen Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt durchgeführt. Es ist anerkannt als eine einflussreiche Diskussionsplattform für Umweltfragen in der Ostseeregion. Wissenschaftler, Experten, Regierungsvertreter und Vertreter der Zivilgesellschaft aus dem gesamten Ostseeraum haben am Runden Tisch und der offenen Diskussion teilgenommen.
Beim Runden Tisch haben Vertreter von Nord Stream 2 und Experten die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung und das technische Design zusammengefasst sowie einen umfassenden Ansatz für die verantwortungsvolle Planung der Nord Stream 2-Pipeline in dem sensiblen Areal des Finnischen Meerbusens und des Kurgalski-Schutzgebietes vorgestellt. Im vergangenen Jahr wurden viele wichtige Meilensteine erreicht, darunter:
- der Abschluss der internationalen Konsultationen in Übereinstimmung mit der Espoo-Konvention über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) im grenzüberschreitenden Rahmen (siehe: Pressemitteilung des Ministeriums für Natürliche Ressourcen in russischer Sprache);
- die Veröffentlichung umfangreicher Materialien zur Projektplanung (siehe: UVP-Prozess in Russland – auf Englisch);
- die Durchführung von öffentlichen Konsultationen (siehe: Nord Stream 2 schließt zweimonatige öffentliche Konsultationen in Russland ab);
- die Fertigstellung der UVP für den russischen Abschnitt und die positive Rückmeldung von den russischen Umweltbehörden (siehe: Nord Stream 2 erhält positive Rückmeldung der russischen Umweltaufsichtsbehörde).
Als verantwortungsvoller Entwickler eines internationalen Infrastrukturprojekts verpflichtet sich Nord Stream 2 zusätzlich zur Einhaltung nationaler Gesetzgebung zu den ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsstandards der Internationalen Finanzkorporation (IFC PS), darunter zum Grundsatz der Hierarchie der Umweltschutzmaßnahmen.
Geleitet von diesen Prinzipien minimiert das Unternehmen nicht nur potenzielle Auswirkungen, sondern strebt auch einen positiven Gesamtgewinn für die Biodiversität des Kurgalski-Schutzgebietes an.
Der Projektentwickler stellte der Expertengemeinschaft seine Vorgehensweise zur Planung des Nord Stream 2-Projekts in Russland in Übereinstimmung mit der IFC-Hierarchie vor. Im ersten Schritt führte das Unternehmen detaillierte Studien zur Auswahl der optimalen Route und zur weitestgehenden Vermeidung von sozialen und ökologischen Auswirkungen durch. Im zweiten Schritt wurden die Auswirkungen, die nicht vermieden werden konnten, minimiert. Dies erfolgte zum einen durch den Einsatz einer speziellen Baumethode (für weitere Details siehe: Bau in Russland an Land – auf Englisch), die für die Umweltbedingungen vor Ort maßgeschneidert ist. Zum anderen entwickelte das Unternehmen ein weites Spektrum von Maßnahmen unter Berücksichtigung der während des öffentlichen Konsultationsprozesses erhaltenen Stellungnahmen (siehe: Fakten und Zahlen: Umweltverträglichkeitsprüfung in Russland – auf Englisch). Im dritten Schritt wird Nord Stream 2 verbleibende Umweltauswirkungen durch eine Reihe von Maßnahmen sowie einen Aktionsplan zur Biodiversität im Kurgalski-Schutzgebiet kompensieren und ausgleichen (siehe: Nord Stream 2 stellt Strategie zum Schutz der Artenvielfalt für das Naturschutzgebiet Kurgalski vor).
Die oben beschriebenen Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie für Umwelt- und Sozialinitiativen, die spezifisch für den russischen Abschnitt der Gaspipeline entwickelt wurde und welche auch Chancen für soziale Investitionen in der Region aufzeigt (siehe: Nord Stream 2 stellt Strategie zum Schutz der Artenvielfalt für das Naturschutzgebiet Kurgalski vor). Spezifische Initiativen werden im Dialog mit dem Komitee für Natürliche Ressourcen der Region Leningrad, relevanten Wissenschaftsinstitutionen und den Gemeindeverwaltungen definiert werden. Dies geschieht im Rahmen des Kooperationsabkommens, das das Unternehmen und die Regierung der Region Leningrad im Februar 2018 unterzeichnet haben (siehe: Nord Stream 2 und Region Leningrad unterzeichnen Kooperationsvereinbarung).
Nord Stream 2 ist überzeugt, dass seine verantwortungsvolle Planung und Umsetzung des Infrastrukturprojekts einen neuen Maßstab in der Region setzen wird.