Die Nord Stream 2 AG begrüßt die Veröffentlichung eines Berichts des Ramsar-Sekretariats über das Kurgalski-Naturschutzgebiet, ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. Die Nord Stream 2-Pipeline durchquert das Gebiet, weshalb Maßnahmen zum Schutz seines einzigartigen Charakters und zur Erhaltung der Biodiversität erforderlich sind.

Nord Stream 2 begrüßt Bericht der Ramsar-Beratungsmission

  • Das Ramsar-Sekretariat hat einen Bericht über seinen Besuch im November 2019 im Kurgalski-Naturschutzgebiet, einem geschützten Feuchtgebiet in Russland, veröffentlicht
  • Im Bericht werden die Bemühungen der Nord Stream 2 AG zur Minimierung der baulichen Auswirkungen sowie zur langfristigen Sanierung, Wiederherstellung und Verwaltung des Kurgalski-Naturschutzgebietes und die durch die Ramsar-Konvention geschützte Halbinsel anerkannt und gelobt
  • Der Bericht stellt fest, dass das Nord Stream 2-Projekt keine negativen Auswirkungen auf den Gesamtcharakter des Ramsar-Gebietes Kurgalski hat und dass die von der Nord Stream 2 AG erstellte umfassende Dokumentation das Verständnis über die Dynamik des Ramsar-Gebietes erheblich verbessert
  • Die Empfehlungen unterstützen die Fortführung der Verpflichtungen der Nord Stream 2 AG zum nachhaltigen Management des Kurgalski-Gebietes

25. Mai 2020 | Zug, Schweiz/Moskau, Russland | Die Nord Stream 2 AG begrüßt die Veröffentlichung eines Berichts des Ramsar-Sekretariats über das Kurgalski-Naturschutzgebiet, ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. Die Nord Stream 2-Pipeline durchquert das Gebiet, weshalb Maßnahmen zum Schutz seines einzigartigen Charakters und zur Erhaltung der Biodiversität erforderlich sind. 

In dem heute veröffentlichten Bericht der Beratungsmission werden „die Bemühungen der Nord Stream 2 AG zur Minimierung der baulichen Auswirkungen sowie zur langfristigen Sanierung, Wiederherstellung und Verwaltung des Kurgalski-Naturschutzgebietes und die durch die Ramsar-Konvention geschützte Halbinsel anerkannt und gelobt.

Der Ramsar-Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass „die Auswirkungen der Baggerarbeiten und der Verlegung der Pipeline lokal und weitgehend auf den Baukorridor beschränkt sind. Nach Einschätzung des Berichts haben sie keine negativen Auswirkungen auf den ökologischen Gesamtcharakter des Ramsar-Gebietes.“ Weiter heißt es, dass „die von der Nord Stream 2 AG erstellte umfassende Dokumentation das Verständnis über die Dynamik des Ramsar-Gebietes und der am Projektstandort vorgefundenen Habitate erheblich verbessert.“

 

Der Bericht wurde nach einem Besuch einer Ramsar-Beratungsmission im November 2019 auf Einladung der russischen Ramsar-Verwaltungsbehörde, des Russischen Ministeriums für natürliche Ressourcen und Umwelt, im Einklang mit dem Status der Russischen Föderation als Unterzeichner der Ramsar-Konvention über Feuchtgebiete veröffentlicht. Während des Besuchs trafen sich die Mitglieder der Beratungsmission unter anderem mit regionalen und lokalen Vertretern, Umwelt-NGOs und Vertretern der Nord Stream 2 AG.  

„Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen zum Schutz der Einzigartigkeit des Kurgalski-Naturschutzgebietes von der Ramsar-Mission anerkannt worden sind. In jeder Phase des Designs, der technischen Planung und des Baus haben wir große Anstrengungen unternommen, um die Auswirkungen des Projektes zu minimieren, das Gebiet zu schützen und mehr noch die Umweltsituation zu verbessern", sagte Simon Bonnell, Nord Stream 2 Head of Permitting.

Um die Auswirkungen auf das Naturschutzgebiet zu minimieren und den Rückmeldungen aus den öffentlichen Anhörungen zum UVP-Bericht Rechnung zu tragen, entwickelte Nord Stream 2 die spezielle offene Bauweise mit Grabenkästen und Spundwänden beim Aushub und beim Verlegen der Pipeline. Durch diese Methode konnte der Wasserspiegel besser kontrolliert und gehalten und das hydrologische System erhalten werden. Das Volumen des ausgehobenen Materials wurde um 70 Prozent reduziert und die Breite des Baukorridors in den besonders sensiblen Lebensräumen, den Küstenwäldern, wurde um die Hälfte und damit auf eine Breite von nur 30 Metern verkleinert. Diese technische Lösung, die eigens für die Querung des Kurgalski-Naturschutzgebietes konzipiert wurde, erlaubte es, alle Auswirkungen der Projektarbeiten auf ein Minimum zu begrenzen: Der landseitige Baukorridor beeinträchtigte so gerade einmal eine Fläche von 0,175 km2 oder 0,1 Prozent der Fläche des Kurgalski-Naturschutzgebietes an Land.

Die Ramsar-Beratungsmission empfiehlt, dass der Nord Stream 2-Aktionsplan zur Artenvielfalt weiterhin als „Ausgleich für durch den Menschen verursachte Auswirkungen auf das Ramsar-Gebiet umgesetzt wird.“

Der Aktionsplan ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie für Umwelt- und Gemeinschaftsinitiativen (ECo-I) der Nord Stream 2 AG, die als Programm Maßnahmen zur Kompensation von Umwelteinflüssen, zur Erhöhung der Biodiversität und CSR-Aktivitäten umfassen, welche einen langfristigen und nachhaltigen positiven Einfluss auf den russischen Anlandebereich der Pipeline haben sollen. Damit geht Nord Stream 2 über das reine Einhalten von Verpflichtungen hinaus und erfüllt die ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsstandards der Internationalen Finanzkorporation (IFC PS).

Der Aktionsplan wurde unter Beteiligung führender internationaler Beratungsunternehmen entwickelt, um das Engagement der Nord Stream 2 AG für die verantwortungsvolle Umsetzung des Projektes zu demonstrieren. Entsprechend des IFC-Standards PS 6 „Erhalt der Artenvielfalt und nachhaltiger Umgang mit lebendigen Naturschätzen“ strebt Nord Stream 2 einen Nettozuwachs der Artenvielfalt auf der Kurgalski-Halbinsel an. Der Plan basiert auf umfassenden Umweltuntersuchungen, die gemeinsam mit russischen Experten und nach internationalen Methoden über einen Zeitraum von drei Jahren auf der gesamten Kurgalski-Halbinsel durchgeführt wurden. Der auf 30 Jahre angelegte Plan identifiziert den Erhalt der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung der Naturschutzgebiete und die wissenschaftliche Forschung als Schlüsselbereiche und umfasst langfristige Monitoring-Programme, die es Nord Stream 2 ermöglichen, die Wirksamkeit der aufgesetzten Maßnahmen zu messen.

Die Beratungsmission hat sich ebenfalls positiv geäußert über die Bemühungen der Nord Stream 2 AG zur Ausarbeitung von Vorschlägen für einen Managementplan für das Kurgalski-Naturschutzgebiet. Das Projekt wird in Absprache mit dem Ausschuss für Natürliche Ressourcen der Region Leningrad durchgeführt und wurde an Strelka KB, ein führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Raumentwicklungsstrategien in Russland, übertragen. An der Initiative sind auch JSC Ecoproject und die Staatliche Universität St. Petersburg beteiligt. Gemeinsam haben die Partner von Nord Stream 2 Studien zur touristischen Belastung und den Auswirkungen des unregulierten Tourismus auf das Kurgalski-Naturschutzgebiet durchgeführt. Eine so genannte Visioning-Studie, die als strategische Grundlage für den Vorschlag für einen Managementplan dient, wurde ebenfalls durchgeführt, um den Bedarf an Naturschutzmaßnahmen des Kurgalski-Gebietes zu ermitteln, Bedrohungen und Chancen für seine Nachhaltigkeit zu identifizieren und einen Rahmen zur Verbesserung der Erhaltung der biologischen Vielfalt zu entwickeln. Maßnahmen zur Förderung eines nachhaltigen Tourismus und der damit einhergehenden Begrenzung seiner Umweltbelastung sind eingeleitet worden. 

Der Aktionsplan „bietet einen starken Rahmen und eine Grundlage für die Formulierung eines detaillierten Managementplans für das Gebiet“, schließt der Bericht der Beratungsmission ab. „Die im Tourismusplan dargelegten Vorschläge sollten umgesetzt werden, um negative Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf das Naturschutzgebiet zu reduzieren. Dazu zählt, Touristenströme in weniger gefährdete Gebiete zu leiten und auf diese zu beschränken, Maßnahmen zur Umwelterziehung und Sensibilisierung anzubieten und ein Besucherzentrum zu errichten, das Besucher informiert und ihr Umweltbewusstsein fördert.“

Der Bericht der Beratungsmission bestätigt die Ergebnisse des Umweltmonitorings der Offshore- und Onshore-Aktivitäten der Nord Stream 2 AG. Die bereits veröffentlichten Ergebnisse des Monitorings zeigten, dass die Auswirkungen der Bautätigkeiten in den Jahren 2018 und 2019 mit den in den nationalen Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) dargestellten Prognosen übereinstimmten oder sogar darunter lagen. Die Auswirkungen waren zudem temporär und lokaler Natur. Dies wurde von führenden russischen und internationalen Unternehmen bestätigt, die als externe Beobachter fungierten, um die Einhaltung der Vorschriften und hohen Umweltstandards der Nord Stream 2 AG bei den Arbeiten im Kurgalski-Naturschutzgebiet zu überwachen.

Ausführliche Informationen zu den Ergebnissen des Monitorings der Verlegearbeiten finden Sie auf Englisch unter: https://www.nord-stream2.com/en/pdf/document/389/.

Weitere Einzelheiten zu den Umweltmaßnahmen, die Nord Stream 2 während des Baus im Kurgalski-Naturschutzgebiet durchgeführt hat, finden Sie auf Englisch unter: https://www.nord-stream2.com/en/pdf/document/388/.

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