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Nord Stream 2 beginnt UVP-Verfahren in Russland

  • Untersuchungsrahmen und UVP-Programm für die Nord Stream 2-Pipeline in Russland veröffentlicht
  • Projektträger legt außerdem Ergebnisse der umfassenden Analyse der Optionen für den russischen Anlandebereich vor
  • Analyse ist die Grundlage für optimale Route in umwelt- und sicherheitstechnischer Hinsicht
  • Nord Stream 2 wendet Best-Practice-Ansätze an und erfüllt international anerkannte Umwelt- und Sozialstandards

12. April 2017 | Zug | Die Nord Stream 2 AG hat heute das Verfahren für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Nord Stream 2-Pipeline in Russland eingeleitet. Als erster Schritt wurden die Projektunterlagen, darunter Unterlagen zum Untersuchungsrahmen der Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) und das UVP-Programm, zur öffentlichen Beteiligung und Konsultation ausgelegt.

Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Dokumenten hat Nord Stream 2 unabhängige Umweltberater damit beauftragt, unter Berücksichtigung von verschiedenen technischen, umwelttechnischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren die Optionen für den Trassenverlauf der Pipeline im russischen Zuständigkeitsbereich zu untersuchen. Der daraus resultierende Bericht wurde ebenfalls heute veröffentlicht.

Auf Grundlage der umfassenden Analyse der möglichen Alternativen für den Trassenverlauf und den Anlandebereich wurde die Route durch die Narwa-Bucht in der Region Kingisepp als die bevorzugte Variante mit den geringsten Umwelt- und sozialen Auswirkungen definiert. Die endgültige Entscheidung über den Anlandebereich in Russland obliegt jedoch den russischen Umweltbehörden.

Entsprechend den geltenden Verfahren wurden die Unterlagen in Zusammenarbeit mit den Verwaltungsbehörden der Region Kingisepp zur öffentlichen Einsicht ausgelegt. Darüber hinaus stehen sie auf der Nord Stream 2-Website zur Verfügung. Die Dokumente können für einen Zeitraum von 30 Tagen eingesehen werden.

Im nächsten Schritt wird die Nord Stream 2 AG entsprechend des vorgelegten Untersuchungsrahmens die UVP durchführen und den Entwurf des UVP-Berichts zur öffentlichen Konsultation einreichen. Das UVP-Verfahren ist die wichtigste Bedingung, die erfüllt werden muss, um die für den Bau der Pipeline durch die Ostsee benötigten Genehmigungen zu erhalten. Die UVP umfasst unter anderem eine Analyse von hydrometeorologischen, geologischen, biologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Darüber hinaus werden Naturschutzgebiete, seltene Arten, gefährdete Lebensräume sowie verschiedene andere Faktoren berücksichtigt. Die UVP bewertete alle möglichen umweltbezogenen und sozialen Auswirkungen, die infolge der geplanten Aktivitäten auftreten könnten, und beschreibt zudem Umweltschutzmaßnahmen, die ergriffen werden können.

Simon Bonnell, Head of Permitting bei der Nord Stream 2 AG, kommentierte: „Als verantwortungsbewusster Entwickler eines großen Infrastrukturprojekts hat sich die Nord Stream 2 AG über die gesetzlichen Vorgaben in Russland hinaus dazu verpflichtet, Best-Practice-Ansätze anzuwenden und international anerkannte Umwelt- und Sozialstandards zu erfüllen. Insbesondere müssen wir dem Erhaltungswert der empfindlichen Gebiete, durch die die Nord Stream 2-Pipeline verlaufen wird, Rechnung tragen. Unser Expertenteam arbeitet deshalb an den bestmöglichen technischen Lösungen sowie an einem umfassenden Plan zur Erhaltung der Biodiversität. Als nächsten Schritt werden wir unsere Vorschläge mit Fachleuten sowie den zuständigen Behörden diskutieren.“

Entsprechend den Bestimmungen des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur UVP im grenzüberschreitenden Rahmen (Espoo-Konvention) hat die Nord Stream 2 AG außerdem einen Bericht über die grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen des Projektes (Espoo-Bericht) veröffentlicht. Das Dokument wurde in zehn Sprachen in allen Ostsee-Anrainerstaaten veröffentlicht und dient der Weiterführung der internationalen Konsultationen zum Projekt.

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