Nord Stream 2 beginnt mit seeseitiger Vorbereitung der Rohrverlegung
- Vorbereitende Arbeiten in Übereinstimmung mit dem Planfeststellungsbeschluss
- Bau der Pipeline nachweislich umweltverträglich
15. Mai 2018 | Lubmin (Deutschland)/Zug (Schweiz) | Die Nord Stream 2 AG hat heute mit den seeseitigen vorbereitenden Arbeiten für die spätere Rohrverlegung im Greifswalder Bodden begonnen. Fünf Baggerschiffe arbeiten ab sofort an der Erstellung des Doppelrohrgrabens. „Wir bitten alle Nutzer des Greifswalder Boddens, sich im Interesse ihrer eigenen Sicherheit vorab über die offiziellen Bekanntmachungen für Seefahrer über den Bereich der Arbeiten zu informieren", so Dr. Georg Nowack, Construction Manager der Nord Stream 2 AG. „Wir haben zudem einen Infoflyer herausgegeben, der unter anderem in Marinas, bei der Wasserschutzpolizei sowie auf unserer Website verfügbar ist."
Alle laufenden Arbeiten wurden mit dem am 31. Januar 2018 erteilten und vollziehbaren Planfeststellungsbeschluss des Bergamtes Stralsund für den Bau und Betrieb von Nord Stream 2 im deutschen Küstenmeer und Anlandebereich genehmigt.
Entgegen den Behauptungen des NABU beruht der Planfeststellungsbeschluss auf einem fehlerfreien Verfahren, das bereits im April 2017 begonnen hat und in dem nachgewiesen wurde, dass die Pipeline:
- notwendig ist, um die zukünftige Erdgas-Versorgungslücke in Europa zu verkleinern;
- dazu beitragen wird, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und mehr Wettbewerb in den EU-Gasmarkt zu bringen;
- der wirtschaftlich und ökologisch effektivste Weg ist, Gas aus den weltweit größten Vorkommen zum Verbraucher in Deutschland und Mitteleuropa zu transportieren;
- umweltverträglich gebaut werden kann und die Auswirkungen sehr lokal und zeitlich befristet sind;
- mithelfen kann, die Klimaziele aus heutiger Sicht besser zu erreichen, da bei der Verstromung von Erdgas nur halb so viel CO2 ausgestoßen wird wie bei der Kohleverstromung.
Neben Deutschland hat auch Finnland alle notwendigen Genehmigungen für den Bau und Betrieb erteilt. Erste seeseitige vorbereitende Arbeiten haben auch dort bereits begonnen.
Die nationalen Genehmigungsverfahren in Russland, Schweden und Dänemark laufen weiterhin planmäßig. Weitere Genehmigungen werden in den nächsten Wochen und Monaten erwartet. Dementsprechend sollen die vorgesehenen Baumaßnahmen wie geplant 2018 umgesetzt werden.