Eine neue Pipeline für Europas Energiezukunft.

Nord Stream 2-Arbeiten vor Rügen

  • Leitungsenden eines Pipelinestranges von Nord Stream 2 werden über Wasser verschweißt

12. August 2019 | Rügen, Deutschland | Das Verlegeschiff CASTORO 10 (C10) liegt aktuell vor Rügen um die zwei im letzten Jahr verlegten Leitungsenden eines Stranges der Nord Stream 2-Pipeline über Wasser mit einer Schweißnaht zu verbinden.

Bei diesem sogenannten Above Water Tie-In (AWTI) werden die beiden Leitungsenden aus dem Wasser gehoben und von einer an der C10 angebrachte Arbeitsplattform aus zugeschnitten, ausgerichtet und zusammengeschweißt. Danach wird die Schweißnaht ultraschallgeprüft und mit einem Korrosionsschutz beschichtet. Im Anschluss wird der Rohrstrang in einem leichten Bogen auf dem Boden der Ostsee abgelegt.

Inklusive sämtlicher Vor- und Nachbereitung dauert das Verfahren zwei bis drei Wochen. Die Arbeiten auf dem Wasser können bei optimalen Wetterbedingungen und reibungslosen Abläufen bereits schon nach einer Woche beendet sein.

Für die Zeit der Arbeiten möchten wir alle Seefahrer in dem Bereich im Interesse ihrer Sicherheit um erhöhte Aufmerksamkeit bitten. Die C10 liegt nordwestlich der Ansteuerung Landtief und ist mit Hilfe von acht Ankern positioniert. Aufgrund des Ankermusters und der Taucherarbeiten ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 1.000 Meter zur C10 einzuhalten (siehe auch BfS (T)105/19).

Die Arbeiten an der Nord Stream 2-Pipeline gehen weiterhin planmäßig voran. Insgesamt wurden bisher mehr als 1.700 Kilometer (mehr als 70 Prozent) der beiden Pipelinestränge gemäß den bestehenden Genehmigungen in Gewässern von Deutschland, Schweden, Finnland und Russland verlegt.