Fortsetzung der 50-jährigen Zusammenarbeit im Energiebereich: Nord Stream 2 beim Russland-Tag 2016
31. Mai 2016 | Zug | Fast 600 Menschen diskutierten am 25. Mai in Rostock beim Russland-Tag 2016 über die wirtschaftliche Chancen zwischen Russland und Deutschland. Mit dabei: Nord Stream 2.
Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie (SPD) und Denis Manturov, Russlands Minister für Handel und Industrie, waren ebenfalls unter den Gästen der Veranstaltung. Sie bekräftigten ihren gemeinsamen Wunsch, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen weiter zu stärken.
Aufbauend auf einer fast 50-jährigen Gashandelbeziehung nahm Matthias Warnig, CEO von Nord Stream 2, an einer Podiumsdiskussion über die deutsch-russischen Energiebeziehungen teil. Er betonte, dass die Nord Stream 2 Pipeline nicht nur ein Beispiel für russisch-deutsche Beziehungen sei, sondern für eine Zusammenarbeit zwischen europäischen Energieunternehmen.
In der Diskussion wurde auch die wachsende Importlücke der EU hervorgehoben, die bis 2025 voraussichtlich auf 140 Milliarden Kubikmeter steigen wird. Die bestehende Nord Stream Pipeline läuft bereits in diesem Jahr bei 80 Prozent ihrer Kapazität, andere bestehende Versorgungswege können die Lücke nicht füllen – vor diesem Hintergrund diskutierte das Podium die Notwendigkeit, in neue Infrastruktur zu investieren, um der EU-Gasnachfrage gerecht zu werden. Mit einer Kapazität von 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr, kann Nord Stream 2, neben anderen Versorgungsmöglichkeiten, einen Teil des künftigen Gasbedarfs der EU decken. Reinhard Ontyd, Chief Commercial Officer des Unternehmens, ergänzte die Diskussionen des Tages mit einer detaillierten Präsentation der Nord Stream 2 Pipeline.
In seiner Grundsatzrede am Abend warb Sigmar Gabriel für eine schrittweise Rücknahme der Sanktionen und für einen intensiveren Dialog zwischen Russland, Deutschland und der EU. Die anderen Teilnehmer der Veranstaltung unterstützten diesen Vorschlag.
Am Ende eines von offenen Diskussionen geprägten Tages Tag der offenen Diskussion wurde auf dem Russland-Tag 2016 die langjährige Zusammenarbeit zwischen Russland und Europa gewürdigt – und der mögliche gegenseitige Nutzen dieser positiven Beziehung in der Zukunft betont.