Erste Monitoringergebnisse in Finnland bestätigen geringe Auswirkungen

  • Der erste Bericht zum Umweltmonitoring der bauvorbereitenden Arbeiten in der ausschließlichen Wirtschaftszone Finnlands im zweiten Quartal 2018 wurde den finnischen Behörden vorgelegt.
  • Die Umweltauswirkungen der Munitionsräumung entsprachen den Annahmen des Genehmigungsantrages oder waren geringer als diese.

2. November 2018 | Helsinki, Finnland/Zug, Schweiz | Die Nord Stream 2 AG hat den zuständigen nationalen Behörden in Finnland die Ergebnisse ihres ersten vierteljährlichen Berichts zum Umweltmonitoring für das zweite Quartal 2018 vorgelegt. Der Bericht stellt die Ergebnisse des Umweltmonitorings vor, das zwischen April und Juni 2018 während der bauvorbereitenden Arbeiten durchgeführt wurde. Zu diesen Arbeiten gehörten beispielsweise die Munitionsräumung und erste Gesteinsaufschüttungen in der finnischen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Die Ergebnisse zeigen, dass die Umweltauswirkungen der Munitionsräumung den Annahmen des Genehmigungsantrages von Nord Stream 2 entsprachen oder geringer waren als diese.

Während der Räumungsarbeiten wurden insgesamt 74 Munitionsobjekte geräumt. Um mögliche Auswirkungen auf die Meereslebewesen zu verringern, wurde eine Vielzahl von Minderungsmaßnahmen getroffen: Beobachter stellten sicher, dass sich keine Meeressäugetiere im Räumungsgebiet aufhielten, akustische Störsignale wurden eingesetzt, um Robben von dem Gebiet fernzuhalten, Schweinswale wurden mit akustischem Monitoring beobachtet und Fische wurden mit Störsignalen aus dem Gebiet vertrieben. Um den Unterwasserlärm der Räumungsarbeiten zu reduzieren, wurden außerdem für alle Munitionsobjekte im östlichen Teil des Finnischen Meerbusens und für Munition mit einer Gesamtladung höher als 22 Kilogramm Blasenschleier (Barrieren aus Druckluftblasen) verwendet.

Die ersten Quartalsergebnisse analysierten Unterwasserlärmmessungen für einen Teilbereich der geräumten Munition. Die Ergebnisse des Monitorings von Unterwasserlärm während der Munitionsräumung und die Analyse der Veränderungen der Wasserqualität während der bauvorbereitenden Arbeiten werden in den nächsten Monitoringberichten vorgestellt. Das Monitoring zeigte, dass

  • die Anzahl der zu räumenden Munition geringer war als ursprünglich geplant (bei 15 der Objekte wurde während der Voruntersuchungen festgestellt, dass es sich nicht um Munitionsobjekte handelte),
  • die Größe der Munitionsobjekte entweder kleiner war oder den Annahmen der Genehmigungsanträge entsprach,
  • der durch die Munitionsräumung verursachte Unterwasserlärm geringer war als in den Genehmigungsanträgen angenommen,
  • das das Risiko einer Schädigung des Gehörs bei Meeressäugern durch Unterwasserlärm geringer war als erwartet,
  • sich während der Räumungen weder Robben noch Schweinswale im Gebiet aufhielten.

 Die Monitoringaktivitäten werden entsprechend des finnischen Umweltmonitoring-Programms durchgeführt, welches als Teil der Genehmigung gemäß des Wassergesetzes von der staatlichen Verwaltungsbehörde Südfinnland im April 2018 bewilligt wurde. Es umfasst das Monitoring von Unterwasserlärm, Wasserqualität, Kulturerbe und Fischerei.

Der Monitoring-Bericht wurde von der Umweltberatung Sitowise Oy erstellt. Der Umweltdienstleister Luode Consulting Oy beobachtete den Unterwasserlärm während der Munitionsräumung.

Alle Ergebnisse der vierteljährlichen Monitoring-Berichte für Q2-Q4/2018 werden zu einem Gesamt-Monitoring-Bericht für das Jahr 2018 zusammengefasst, der im zweiten Quartal 2019 veröffentlicht wird. In den Quartalsberichten werden die wichtigsten Ergebnisse des Monitorings dargestellt. Der Jahresbericht wird auch Vergleiche mit den Annahmen zu Auswirkungen auf die Umwelt beinhalten, wie sie im Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung und den Genehmigungsanträgen dargelegt wurden. Die Berichte werden auf der Website von Nord Stream 2 verfügbar sein. Der Bericht für das zweite Quartal 2018 kann hier auf Englisch eingesehen werden.

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