Einreichung des Antrages und des Berichts zur Umweltverträglichkeitsprüfung für eine alternative Route in Dänemark

10. August 2018 | Zug (Schweiz) | Heute hat Nord Stream 2 einen Antrag für eine Route durch die dänische ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) nordwestlich von Bornholm sowie den entsprechenden Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bei der Dänischen Energieagentur (DEA) eingereicht. Dies ist eine Alternativroute außerhalb der dänischen Hoheitsgewässer. 

Die Nord Stream 2 AG zieht damit nicht den im April 2017 eingereichten Antrag für die bevorzugte Trasse zurück, der auf Vorgaben der dänischen Behörden für den Bau der bestehenden Nord Stream-Pipeline basierte.

Die Änderung des Festlandsockelgesetzes (1. Januar 2018) gibt dem dänischen Außenministerium das Recht, Empfehlungen auszusprechen, ob Anträge für Infrastrukturprojekte wie Gasleitungen in Territorialgewässern durch die DEA bearbeitet werden. Die Empfehlung des Außenministeriums für den im April 2017 eingereichten Genehmigungsantrag steht seit Januar 2018 aus. Deshalb hat die Nord Stream 2 AG beschlossen, alternative Routen außerhalb der dänischen Hoheitsgewässer zu untersuchen.

Aufbauend auf Vermessungsarbeiten, technischen Planungen und Umweltuntersuchungen in den letzten Monaten konnte eine Alternativroute identifiziert werden. Diese 175 Kilometer lange Route verläuft nordwestlich von Bornholm und durchquert lediglich die dänische AWZ.

Dieser Antrag wird nicht den Antrag ersetzen, der im April 2017 eingereicht wurde. Für die Nord Stream 2 AG bleibt der erste Antrag die optimale und bevorzugte Route der Pipeline in dänischen Gewässern.

Bislang hat Nord Stream 2 bereits die Genehmigungen aller anderen Länder zwischen Russland und Deutschland erhalten, durch deren Gewässer die Pipeline verläuft.

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