Die europäische Gasproduktion geht in den nächsten Jahren um die Hälfte zurück. Daher müssen zusätzliche Erdgasimporte, die von Experten in der EU auf rund 120 Milliarden Kubikmeter (Mrd. m3) geschätzt werden, in die EU durch die Ostsee die Versorgungssicherheit gewährleisten – denn in Deutschland und anderen EU-Staaten ist Gas ein zunehmend wichtiger Baustein im Energiemix.

Darum braucht Europa Nord Stream 2

Nord Stream 2 – ein Muss für deutsche und europäische Versorgungssicherheit

12. Januar 2018 | Zug (Schweiz) | Die europäische Gasproduktion geht in den nächsten Jahren um die Hälfte zurück. Daher müssen zusätzliche Erdgasimporte, die von Experten in der EU auf rund 120 Milliarden Kubikmeter (Mrd. m3) geschätzt werden, die Versorgungssicherheit gewährleisten – denn in Deutschland und anderen EU-Staaten ist Gas ein zunehmend wichtiger Baustein im Energiemix.

Mit bis zu 55 Mrd. m3 kann Nord Stream 2 einen Teil der künftigen Lieferlücke decken, für den Rest sind europäische Käufer auf den weltweiten Flüssiggas-Markt (LNG) angewiesen, und damit zunehmend unter anderem auf Fracking-Gas aus den USA.

Der deutsche Verbrauch ist in den letzten Jahren erneut gestiegen, denn Gas wird wieder vermehrt in Kraftwerken eingesetzt und ersetzt dort die klimaschädliche Kohleverstromung. Dementsprechend war die bestehende Nord Stream-Pipeline 2017 zu über 90 Prozent ausgelastet. Um Industrie und Haushalte mit rund 100 Mrd. m3 Erdgas zu versorgen, ist Deutschland auf sichere und kostengünstige Importe angewiesen. Deutsche Gasimporteure, die jährlich rund 20 Milliarden Euro für das importierte Erdgas aufwenden, spüren die Auswirkungen der Gasmärkte auf ihre Kosten direkt – hier kann eine Einsparung von bis zu zehn Prozent, die eine zusätzliche Pipeline wie Nord Stream 2 bringen kann, über das Wohl ganzer Industriezweige und ihrer Beschäftigten entscheiden. Allein die deutsche Chemieindustrie ist im Länder-Ranking Europas zehntgrößter Gasverbraucher.

Nord Stream 2 – privatwirtschaftliches Förderprogramm für Europa

Das von sechs internationalen Energie-Unternehmen privat finanzierte Nord Stream 2-Projekt wird einen großen wirtschaftlichen Impuls für viele europäische Wirtschaftssektoren geben. An der Umsetzung sind über 670 Unternehmen aus 23 Ländern beteiligt, etwa in den Bereichen Stahlbau, Maschinenbau, Konstruktion, Rohrverlegung, Logistik, Umweltuntersuchungen, Monitoring und anderen Dienstleistungen. Für Deutschland sind bisher gesamtwirtschaftliche Effekte aus den Investitionen von über zwei Milliarden Euro sowie Arbeit für 13.000 Vollzeit-Stellen erwachsen. In der Bauphase wird dieser wirtschaftliche Effekt noch zunehmen.

Die Nord Stream 2 AG hat in den umfangreichen Antragsunterlagen, die im Rahmen des rechtsstaatlichen deutschen Genehmigungsverfahrens im Frühjahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, unter anderem ausführlich und detailliert nachgewiesen, dass die Pipeline der wirtschaftlich und ökologisch effektivste Weg ist, Gas aus den weltweit größten Vorkommen zum europäischen Verbraucher zu transportieren.

Nord Stream 2 ist Voraussetzung für die Erreichung gesteckter Klimaziele

Um die europäischen Klimaziele zu erreichen, muss der Anteil von Erdgas im Energiemix erhöht werden, um die Kohleverstromung zu reduzieren. Nord Stream 2 allein würde als Ersatz für Kohle die Emissionen in der Stromerzeugung um 160 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr senken (entspricht rund 30 Millionen PKWs). Wenn Erdgas diese Rolle einnehmen soll, dann muss es auf die umweltfreundlichste Art und Weise nach Europa kommen. Nord Stream 2 ist der direkteste Weg zu den weltweit größten Gasreserven – und verursacht im Vergleich zu alternativen LNG-Lieferungen weitaus geringere Treibhausgasemissionen. Bei dem Transport einer vergleichbaren Menge an LNG würden je nach Entfernung Emissionen in Höhe von 17,1 bis 44,6 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich anfallen.

Nord Stream 2 – Transportroute mit den geringsten Umweltauswirkungen

Offshore-Gaspipelines sind die ökologisch sinnvollste Art und Weise, Erdgas zu transportieren und können deutlich schneller und mit niedrigeren Umweltauswirkungen gebaut werden als Pipelines, die über Land laufen.

Das umweltbezogene und sozioökonomische Monitoring von Nord Stream zeigt, dass der Bau der ersten Nord Stream-Pipeline keine unvorhergesehenen Umweltauswirkungen auf die Ostsee hatte. Zudem bestätigt es eine positive Entwicklung in der Regeneration des Ökosystems nach dem Bau. Alle Monitoring-Ergebnisse zeigen, dass etwaige Umweltauswirkungen durch die Baumaßnahmen geringfügig, lokal begrenzt und vorwiegend von kurzer Dauer waren.

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