Fakten-Check zu den Mythen

Nord Stream 2 ist ein komplexes Projekt, in dessen Rahmen auch über Themen wie Energiesicherheit, Umweltschutz, globale Politik und Marktdynamik diskutiert wird. Wir haben der Öffentlichkeit bereits eine Vielzahl an Informationen zugänglich gemacht und präsentieren das Projekt regelmäßig auf Veranstaltungen, Anhörungen und Konferenzen.

Trotzdem existieren immer noch viele Missverständnisse, die von politischen Gegnern und Wettbe­werbern in Umlauf gebracht werden.

Diesen Mythen setzen wir im Folgenden Fakten entgegen.

„Deutschland untergräbt durch seine Unterstützung für Nord Stream 2 die europäische Solidarität“ Von Nord Stream 2 transportiertes Erdgas wird nicht nur nach Deutschland, sondern an Verbraucher in ganz Europa geliefert.
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Durch den zunehmend integrierten und vernetzten EU-Binnenmarkt für Erdgas kommt das Nord Stream 2-Projekt ganz Europa zugute (siehe hierzu Studien von Arthur D. Little und ewi Energy Research & Scenarios).

Die Offshore-Pipeline wird an der deutschen Anlandestation den EU-Binnenmarkt erreichen. Das Erdgas fließt dorthin, wo es benötigt wird, wobei die Preise vom Markt bestimmt werden. Darüber hinaus schafft das privat finanzierte Projekt wichtige wirtschaftliche Impulse, da über 1.000 Unternehmen aus 25 Ländern in die Planung, das Engineering und den Bau des Pipeline-Systems involviert werden.

„Nord Stream 2 macht Deutschland stärker abhängig von Russland“ Der deutsche Gasmarkt ist bereits breit aufgestellt und die Infrastruktur wird weiter ausgebaut.
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Via Nord Stream 2 importiertes Erdgas steht nicht nur Deutschland zur Verfügung, sondern der ganzen EU. Das liegt daran, dass importiertes Erdgas (egal welcher Herkunft) nun allerorts innerhalb des EU-Binnenmarkts zu Wettbewerbspreisen fließen kann. Der deutsche Gasmarkt ist bereits diversifiziert. Im Jahr 2018 importierte Deutschland 55,3 Mrd. m3 Gas aus Russland, 24,7 Mrd. m3 aus Norwegen und 15,8 Mrd. m3 aus den Niederlanden.

Deutschland hat demnach auch Zugang zu Flüssiggas, welches Europa durch die Terminals in den Niederlanden, Belgien und Frankreich erreicht. In der Zwischenzeit wurden bereits auch Pläne für Flüssiggas-Terminals in Deutschland entwickelt, die die Erdgasversorgung für diesen Markt noch weiter diversifizieren würden.

„Nord Stream 2 macht Europa stärker abhängig von Russland“ Russland und Europa sind beide voneinander abhängig und der Wettbewerb mit Flüssiggas wird über den Marktanteil von russischem Erdgas am EU-Markt entscheiden.
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Hinsichtlich der Erdgasversorgung sind sowohl Russland als auch Europa voneinander abhängig: Europa ist Russlands Haupt-Absatzmarkt, und solange Russlands Erdgas wettbewerbsfähig bleibt, ist Russland auch weiterhin Europas Hauptzulieferer. Russisches Erdgas ist aktuell für rund ein Drittel des EU-Verbrauchs verantwortlich. Doch wie viel russisches Erdgas Europa auch in Zukunft importieren wird, hängt vom Wettbewerb zwischen russischem Erdgas und anderen Quellen, wie beispielsweise Flüssiggas, ab. Zulieferer aus verschiedenen Ländern konkurrieren nun miteinander, den EU-Binnenmarkt zu beliefern. Zusätzlich zu den Import-Pipelines existieren in der EU derzeit 22 Flüssiggas-Terminals, die Flüssiggas von überall auf der Welt empfangen. Mit einer Kapazität von 216 Mrd. m3 wären diese Terminals in der Lage, 50 Prozent des derzeitigen EU-Verbrauchs abzudecken. Allerdings sind sie momentan nur zur 27 Prozent ausgelastet (siehe Marktstudie zur EU LNG-Struktur).

„Nord Stream 2 bedroht Europas Energiesicherheit“ Europa kann sich auf einen funktionierenden Binnenmarkt verlassen, in dem Erdgas im Wettbewerb mit anderen Energiequellen steht und auch die verschiedenen Gasexport-Länder miteinander konkurrieren.
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In Anbetracht der Tatsache, dass sich Europas Eigenproduktion von Erdgas bei gleichzeitig stabiler Nachfrage voraussichtlich halbieren wird, hängt Europas zukünftige Energiesicherheit stark von verlässlichen, sicheren Importen zu wettbewerbsfähigen Preisen ab. Diese Versorgungslücke muss mit Hilfe von russischem Erdgas und konkurrierendem Flüssiggas geschlossen werden.

In den letzten Jahren hat die EU hierzu einen funktionierenden internen Energiemarkt geschaffen, in dem Erdgas in Konkurrenz zu anderen Energiequellen steht – und gleichermaßen auch alle Erdgas exportierenden Länder um die Belieferung des Marktes miteinander konkurrieren. Nord Stream 2 ist ein voll finanziertes Projekt, zu dem sich fünf führende EU-Energiekonzerne mit jeweils bis zu 950 Millionen Euro verpflichtet haben. Diese Investitionen sind ein wichtiger Beitrag für Europas langfristige Energiesicherheit.

„Nord Stream 2 steht nicht in Einklang mit der EU-Energie Union“ Nord Stream 2 stellt eine zusätzliche Versorgungsroute dar, die zu einer Erweiterung des Angebots und der Versorgungssicherheit beiträgt, die im Einklang mit den Zielen der EU-Energiegesetze steht.
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Die neue Pipeline wird direkt dazu beitragen, dass die EU die drei Hauptziele ihrer Energie Union erreichen kann: sichere, nachhaltige und bezahlbare/wettbewerbsfähige Energie.

Die EU kann ohne ausreichende Erdgaslieferungen diese Ziele allerdings nicht gleichzeitig verfolgen. Erdgas, das über Import-Pipelines wie Nord Stream 2 eingeführt wird, wird für die Versorgung des vernetzten EU-Binnenmarktes in direkter Konkurrenz mit Flüssiggas stehen. Auf diesen Märkten sollte es mittlerweile frei und zu Marktpreisen zu allen Bedarfspunkten fließen können. Nord Stream 2 steht in keiner Verbindung zum existierenden Nord Stream-Pipelinesystem, weshalb sichergestellt werden kann, dass potenzielle Probleme innerhalb eines Systems nicht auf das andere übergreifen. Die Diversifizierung sorgt für eine größere Versorgungssicherheit der europäischen Konsumenten.

„Nord Stream 2 widerspricht den EU-Gesetzrichtlinien“ Nord Stream 2 wird in Konformität zu nationalem, europäischem und internationalem Recht gebaut.
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Die neue Pipeline wird entsprechend der Genehmigungen gebaut, die von den Behörden der Länder erteilt wurden, durch deren Gewässer die Pipeline verläuft.

Die Behörden der EU-Mitgliedsstaaten stellen sicher, dass die EU-Richtlinien in diesen Genehmigungsprozessen auch beachtet werden. Die komplexen Genehmigungs- und Konsultationsprozesse finden zwischen neun Staaten statt und beziehen zahlreiche Behörden mit ein, die wiederum Hunderte von Juristen und Umweltfachleuten beschäftigen. Dies ist Ausdruck des vorhandenen umfassenden Rechts auf nationaler, EU- und internationaler Ebene, das die Grundlage für die Verlegung von Pipelines bildet.

 

„Nord Stream 2 ist ein politisches Projekt“ Nord Stream 2 ist ein privat finanziertes Projekt, das eine politische Dimension erreicht hat, insofern Versuche gestartet wurden, das Projekt aus politischen Motiven zu beeinflussen oder gar zu stoppen.
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Die neue Pipeline ist ein privat finanziertes, kommerzielles Projekt, das von sechs führenden Energieunternehmen getragen wird. Dieses neue Pipeline-System wird wettbewerbsfähig, verlässlich und hochmodern sein. Ziel ist es, eine verlässliche, direkte Verbindung zwischen der EU und den weltweit größten Gasvorkommen in Nordrussland herzustellen. Das Projekt hat mittlerweile eine politische Dimension erreicht, insofern diverse Versuche gestartet wurden, das Projekt aus politischen Gründen zu beeinflussen oder gar zu stoppen und insofern auch konkurrierende wirtschaftliche Interessensgruppen politische Argumente als Vorwand benutzt haben, um eigene bereits existierende oder geplante Energieinfrastrukturen zu schützen.

„Nord Stream 2 wird von Russland als politische Waffe genutzt“ Nord Stream 2 ist ein wirtschaftliches Pipeline-Projekt, das aus politischen Gründen attackiert wird.
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Russland benutzt die Pipeline nicht für eigene politische Zwecke. Es arbeitet vielmehr mit europäischen Partnern an einer direkten Verbindung zwischen der EU und den großen Erdgasvorkommen im Norden Russlands, um eine langfristige Versorgungssicherheit für Europa als wichtigsten Markt sicherzustellen. Dieses kommerzielle Pipeline-Projekt wird aus politischen Gründen attackiert, etwa durch die Dämonisierung Russlands und die Förderung oder den Schutz anderer Erdgasversorgungs- oder Transitlösungen.

Zudem hat sich auch der europäische Gasmarkt in den letzten zehn Jahren verändert und ist nun viel breiter aufgestellt sowie um einiges resilienter als je zuvor (siehe ACER Market Monitoring Report 2016 , 2017 und 2018).

Es handelt sich nun gänzlich um einen Käufermarkt, auf dem ein Zulieferer allein keinen politischen Druck mehr ausüben kann.

„Die EU benötigt keine weitere Pipeline wie Nord Stream 2“ Die Gasproduktion in der EU nimmt ab und neue Importe werden benötigt, um dies zu kompensieren.
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Nord Stream 2 hilft der EU, die wachsende Versorgungslücke für Erdgas zu füllen. Grundlage für das 2015 gestartete Projekt ist die Prognose eines erhöhten Gasimportbedarfs von 120 Mrd. m3 bis 2035. Industrieexperten gehen davon aus, dass russisches Erdgas und Flüssiggas daher gegeneinander antreten werden, diese Lücke zu füllen. Europäische Industrie- und Energiesektoren erkennen ebenso die Notwendigkeit für diese neue Energieinfrastruktur: Die EU-Erdgasproduktion ist stark rückläufig, während hingegen die Nachfrage voraussichtlich zumindest stabil bleiben wird. Dieses Defizit muss mit zusätzlichen, aber zugleich wettbewerbsfähigen Importen kompensiert werden. Nord Stream 2 ist ein Teil der Lösung, genauso wie es die globalen Flüssiggaslieferungen sind. Der Wettbewerb zwischen den beiden wird sowohl für die Verbraucher als auch für die Energiesicherheit der EU von Vorteil sein.

„Nord Stream 2 untergräbt die Diversifizierungsziele der EU“ Der EU-Gasmarkt ist bereits gut diversifiziert und Nord Stream 2 wird dabei helfen, Wettbewerb und Diversifizierung weiter voranzutreiben.
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Die Diversifizierung des europäischen Gasmarkts ist bereits eine Erfolgsgeschichte. Die Schaffung eines wettbewerbsorientierten Energiebinnenmarktes war das Ziel der EU. Durch umfassende Investitionen in die Infrastruktur und neue LNG-Terminals wurde es erfolgreich umgesetzt. Nord Stream 2 unterscheidet sich eindeutig von Nord Stream: Beide bringen zwar Erdgas direkt von Russland über die Ostsee in die EU, aber sie sind komplett separate Systeme mit unterschiedlichen Anlandestationen. Weitere Pipelines und LNG-Terminals sind zusätzlich noch geplant oder bereits im Bau und werden weiter dazu beitragen, den Wettbewerb und die Diversifizierung in der EU zu stärken.

„Nord Stream 2 gefährdet die EU-Klimaziele“ Nord Stream 2 wird wettbewerbsfähige Erdgaslieferungen zur Verfügung stellen, die als Back-up für erneuerbare Energien dienen, um den Kohleausstieg zu ermöglichen.
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Genau das Gegenteil ist der Fall! Die neue Pipeline könnte eine wichtige Rolle für die Klimastrategie der EU spielen, indem sie wettbewerbsfähige Erdgaslieferungen bereitstellt. Das Erdgas kann genutzt werden, um emissionsintensive Kohle im Energiemix zu ersetzen, und dient als Back-up, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Wenn die EU es mit den Klimazielen ernst meint, muss der Anteil von Erdgas im Energiemix erhöht werden, um die Kohleverstromung zu reduzieren (s. Eurogas).  Nord Stream 2 ist der direkteste Weg zu den weltweit größten Erdgasreserven und verursacht im Vergleich zu alternativen Gasinfrastrukturen die geringsten Treibhausgasemissionen (siehe ThinkStep-Studie).

„Nord Stream 2 wird einen Verlust von zwei Milliarden US-Dollar für die Ukraine verursachen“ Nord Stream 2 allein wird nicht in der Lage sein, die Gesamtnachfrage nach Erdgas zu bedienen – geschweige denn, die Transitkapazität der Ukraine völlig zu ersetzen, welche daher auch noch weiterhin eine Rolle spielen wird.
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Diese irreführende Behauptung nimmt an, dass die Ukraine ihr ganzes Transitvolumen verliert, sobald Nord Stream 2 angeschlossen wird. Das ist allerdings nicht zwingendermaßen der Fall. Im Jahr 2018 lieferte Gazprom mehr als 200 Mrd. m3 nach Europa (inklusive Nicht-EU Länder), von denen 87 Mrd. m3 über die Ukraine geleitet wurden.

Mit einer Absatzprognose für Europa von über 200 Mrd. m3 bis weit über 2019 hinaus sieht Gazprom weiterhin eine wichtige Rolle für die Ukraine.

Blickt man weiter in die Zukunft, wird der vorhergesagte Rückgang der europäischen Erdgasproduktion bei weiterhin stabiler Nachfrage dafür sorgen, dass die Versorgungslücke verstärkt durch Importe von circa 120 Mrd. m3 pro Jahr ausgeglichen werden muss. Nord Stream 2 wird in der Lage sein, 55 Mrd. m3 pro Jahr zu transportieren. Dies bedeutet, dass es sogar bei voller Kapazitätsauslastung die Nachfrage nicht vollständig bedienen könnte oder gar die anderen bereits existierenden Kapazitäten ersetzen könnte.

Zudem ist die Summe von zwei Milliarden Dollar (manche sprechen sogar von drei Milliarden) ein Trugschluss und bezieht sich lediglich auf den Abrechnungsbetrag des Liefervertrags, ausgenommen der Einnahmen aus dem Erdgastransport.

Fakten und Zahlen

3km pro Tag

Bis zu drei Kilometer per Pipeline werden pro Tag verlegt

Jedes Verlegeschiff gleicht einer schwimmenden Fabrik, auf der Rohrsegmente verschweißt und getestet werden, bevor sie mit dem Hauptstrang verbunden werden. Rohre werden permanent zu den Verlegeschiffen geliefert, damit die Montage rund um die Uhr aufrechterhalten werden kann.

80% utilisation

Nord Stream hat 2018 die volle Kapazität erreicht

Die Auslastung der bestehenden Nord Stream-Pipeline hat seit ihrer Eröffnung im Jahr 2011 jedes Jahr zugenommen und erreichte 2018 ein Rekordvolumen. Die Nord Stream 2-Pipeline wird zusätzliche Kapazitäten schaffen, um den wachsenden Energiebedarf der EU zu decken.

Bei der Stromerzeugung mit Erdgas statt Kohle entsteht bis zu 50 Prozent weniger CO₂

Der Wechsel von Kohle zu Gas kann der EU helfen, ihr Ziel zu erreichen, die CO₂-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Tatsächlich könnten mit von Nord Stream 2 geliefertem Erdgas rund 14 Prozent der gesamten CO₂-Emissionen in der EU aus Stromerzeugung eingespart werden, sofern der Strom aus Gas statt aus Kohle produziert wird.

Die Pipeline transportiert genug Gas um 26 Millionen Haushalte zu versorgen

Nord Stream 2 kann einen wichtigen Beitrag zur Energiesicherheit der EU leisten. Um deren Importlücke zu schließen, werden allerdings noch weitere Energiequellen benötigt. Die neue Pipeline wird vorhandene Versorgungswege ergänzen, und die Gasversorgung zusammen mit neuen Anbietern und Transportwegen — wie Flüssigerdgas (LNG) oder dem Südlichen Korridor — komplettieren.

Neun Staaten sind in die Konsultationen einbezogen

Nord Stream 2 verläuft durch die Hoheitsgewässer und/oder ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) von fünf Ländern. Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland haben in einem internationalen Verfahren die Genehmigungen für die Pipeline erteilt. Darüber hinaus wurden weitere Nachbarstaaten – Polen, Litauen, Lettland und Estland – in die Konsultationen einbezogen.

Die Pipeline besteht aus rund 200.000 Stahlrohren

Die beiden parallelen Stränge der Pipeline verlaufen über 1.230 Kilometer in der Ostsee. Jeder Strang besteht aus 100.000 einzelnen Rohren, mit einer Länge von jeweils zwölf Metern. Sobald die Rohrverlegung beginnt, können pro Tag bis zu drei Kilometer Rohre verlegt werden.

Eine der längsten Offshore-Pipelines der Welt

Die Nord Stream 2-Route durch die Ostsee beginnt an der russischen Küste und landet in der Nähe von Greifswald, Deutschland, an. Sie wird weitgehend parallel zur Route der bereits bestehenden Nord Stream-Pipeline verlaufen.

Jedes Pipeline-Element ist zwölf Meter lang und wiegt 24 Tonnen

Die zwölf Meter langen Rohrabschnitte werden auf See verschweißt und von speziellen Verlegeschiffen auf dem Meeresboden abgelegt. Jede Schweißnaht wird gründlich getestet, um zu gewährleisten, dass sie den hohen Qualitätsansprüchen von Nord Stream 2 entspricht. Bevor die fertige Pipeline in Betrieb genommen wird, folgen zudem weitere Qualitätskontrollen einer unabhängigen Zertifizierungsstelle.

Die Rohre haben einen konstanten Innendurchmesser von 1.153 Millimetern und eine Wandstärke von bis zu 41 Millimeter

Die Rohre erhalten eine Antifriktionslackierung der Innenseiten sowie eine Außenbeschichtung zum Schutz vor Korrosion, sowie zur Beschwerung der Pipeline, damit diese stabil auf dem Meeresboden liegt.

Der EU droht bis 2035 eine Importlücke von etwa 120 Milliarden Kubikmetern Erdgas

Die einheimische Förderung der großen Gasproduzenten – wie den Niederlanden, Großbritannien oder Norwegen – ist rückläufig. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Erdgas weiter stabil, auch aufgrund der geringen CO₂-Emissionen. Die EU muss Gas importieren. Die Kapazität von Nord Stream 2 kann etwa ein Drittel des zusätzlichen Bedarfs decken.

71.000 Kilometer werden zurückgelegt, um das Ökosystem der Ostsee zu erforschen

Nord Stream 2 hat sich den höchsten Standards für Umweltschutz und sozialer Verantwortung verschrieben. Das Unternehmen wird dem Beispiel der Nord Stream AG folgen, um eine Pipeline zu bauen, die sich bestens in das sensible Ökosystem der Ostsee integriert. Die Umweltanalysen, die von der Nord Stream AG durchgeführt wurden, gehören zu den umfassendsten und bedeutendsten für dieses Ökosystem.

47.800 Milliarden Kubikmeter: Russland hat die größten natürlichen Erdgasvorkommen der Welt

Nord Stream 2 wird Gas von den großen Bowanenkowo-Erdgasfeldern mit einem Vorkommen von über 4.9 Billionen Kubikmetern auf der Jamal-Halbinsel im nördlichen Russland nach Europa bringen. Dieses Vorkommen ist mehr als doppelt so groß wie die gesamten Erdgasreserven der EU (1.9 Billionen).

Anteil von russischem Erdgas am Gesamt-Energiemix der EU

Nord Stream 2 führt die seit über 40 Jahren bestehende Energiekooperation zwischen der EU und Russland fort. Russland ist der weltweit größte Gasexporteur. Große langfristige Investitionen gewährleisten, dass russische Erdgasreserven zu den kosteneffizientesten Energiequellen für die europäische Energieversorgung zählen. Die EU hat einen vielseitigen Energiemix, russisches Erdgas macht einen geringen Anteil der gesamten europäischen Energieversorgung aus.

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