Baumaßnahmen in Finnland

Der finnische Teil der Pipeline ist 374 Kilometer lang. Vor der Verlegung der Pipeline, müssen einige vorbereitende Arbeiten durchgeführt werden. Dazu gehören zum Beispiel Munitionsräumung, Gesteinsaufschüttungen und die Installation von Betonmatratzen.

Umladung: von Kotka nach Koverhar

Die betonummantelten Rohre werden von Kotka nach Koverhar verschifft, wo sie bis zum Beginn der Rohrverlegung zwischengelagert werden. Diese Lagerung entlang der Route erlaubt Nord Stream 2, die benötigten Materialien effizient, fristgerecht und kostengünstig anzuliefern und so die Auswirkungen auf das sensible Ökosystem der Ostsee zu minimieren.

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Verlegeprozess

Der Bau einer Unterwasser-Pipeline ist ein großes Unterfangen. Über 200.000 Rohre werden derzeit für den Bau von Nord Stream 2 produziert. Die Rohrverlegung soll Anfang 2018 beginnen. Durch einen sorgfältig geplanten und streng kontrollierten Prozess können einzelne Verlegeschiffe bis zu drei Kilometer Rohre pro Tag verlegen.

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Um einen sicheren Bau und Betrieb der Pipeline zu gewährleisten, wird der Verlegekorridor der Pipeline von möglichen Munitionsaltlasten bereinigt. An exakt bestimmten Stellen entlang der Route ausgebrachtes Gesteinsmaterial stützt die Pipeline zum Beispiel vor und nach der Verlegung dort, wo der Meeresboden uneben ist. Betonmatratzen werden installiert, um bestehende Infrastruktur wie Strom- und Telekommunikationskabel sowie bereits bestehende Pipelines zu schützen.

Die eigentliche Rohrverlegung in der finnischen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) führt ein dynamisch positioniertes Pipeline-Verlegeschiff durch. Anschließend werden an einigen Stellen zusätzliche Gesteinsaufschüttungen auf dem Meeresgrund nötig sein.

Während der Gesteinsaufschüttungen und der Positionierung der Betonmatratzen wird um die arbeitenden Schiffe eine Sicherheitszone in einem Umkreis von 0,3 bis 1 Seemeile (500 Meter bis 1,85 Kilometer) eingerichtet. 

Dadurch wird es zu zeitweisen Einschränkungen der Schifffahrt im Finnischen Meerbusen kommen. Die Sicherheitszone rund um das Pipeline-Verlegeschiff beträgt eine Seemeile. Alle Sicherheitsmaßnahmen innerhalb der finnischen AWZ wurden in enger Zusammenarbeit mit der Verkehrsbehörde des Landes geplant.

Die zuständigen nationalen Behörden werden die Vorbereitungsmaßnahmen und den Bau überwachen. Sie stellen zusätzlich sicher, dass die Arbeiten entsprechend den Genehmigungen durchgeführt werden. Die Vertragspartner werden die Behörden regelmäßig über ihre Arbeiten unterrichten. Unabhängige Auftragnehmer werden die potenziellen Umweltauswirkungen der Arbeiten im Einklang mit dem nationalen Umweltmonitoring-Programm überwachen.

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