Baumaßnahmen in Dänemark

Abhängig von der finalen Route verläuft die Pipeline auf 147 bis 175 Kilometern durch dänische Gewässer. Zu den Baumaßnahmen gehören die Verlegung der Rohrleitungen und Arbeiten um den Meeresboden vorzubereiten.

Der Bau der Pipeline wird sequenziell erfolgen, wobei jeweils ein Leitungsstrang verlegt wird. Die an das Pipeline-Verlegeschiff gelieferten einzelnen Rohre werden dort zu einer durchgehenden Rohrleitung zusammenschweißt und auf den Meeresboden abgesenkt.

Beide Pipelinestränge werden in einzelnen Abschnitten verlegt, die später verbunden werden. Wenn die Witterungsbedingungen die Positionierung erschweren oder sich die Verlegeschiffe zu stark bewegen, kann es sein, dass die Pipeline entlang der Trasse abgelegt und später wieder aufgenommen wird. Die durchschnittliche Verlegeleistung wird je nach Witterung, Wassertiefe und Rohrwandstärke bei etwa drei Kilometern pro Tag liegen.

Die Offshore-Verlegung der Pipelines erfordert in einigen Bereichen eine zusätzliche Stabilisierung beziehungsweise einen Schutz gegen hydrodynamische Belastungen. Dies wird entweder durch das Eingraben der Pipeline in den Meeresboden oder durch Gesteinsaufschüttungen erreicht.

Im Fall der Südost-Route wird jeder Pipelinestrang maximal vier Kilometer nachträglich eingegraben. Bei der Nordwest-Route würde dies auf maximal 14,5 Kilometer langen Abschnitten erfolgen.

Die geplanten Nord Stream 2-Trassen kreuzen in dänischen Gewässern Strom- und Kommunikationskabel sowie das bestehende Nord Stream-Pipelinesystem. Die Nordwest-Route kreuzt sechs, die Südost-Route zwei aktive Kabel. Dort, wo die neue Pipeline die bestehende Nord Stream-Pipeline kreuzt, erfolgen Gesteinsaufschüttungen, um die beiden Systeme zu unterstützen und zu trennen.

Wie bei dem erfolgreich abgeschlossenen Nord Stream-Projekt ist geplant, eine Lösung für jede Kabelkreuzung zu entwickeln. Diese bestehen in der Regel aus Betonmatratzen, auf die sich Nord Stream 2 mit den Kabeleigentümern einigt. Die Kreuzung mit der Nord Stream-Pipeline wird nach gängiger Industriepraxis gestaltet.

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