Russische Anlandestation

Die Pipeline beginnt in der Nähe der Narwa-Bucht im Bezirk Kingissepp der Region Leningrad und ist über eine nahe gelegene, von Gazprom betriebene Kompressorstation an das russische Erdgasnetz angeschlossen.

Der Bau des russischen Abschnitts wurde in ein Offshore- und ein Onshore-Segment unterteilt, wobei letzterer die Anlandestation umfasst. Dazu gehören alle Systeme, die zur Überwachung der Parameter des einströmenden Erdgases und zur Gewährleistung eines sicheren Betriebs erforderlich sind, wie etwa Molchschleusen, Abschussvorrichtungen und Absperrventile.

Da der Onshore-Teil durch das geschützte Naturschutzgebiet Kurgalski verläuft, wurden die Baumethoden so angepasst, dass sie einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck gewährleisten. Darüber hinaus sorgte die Strategie für Umwelt- und Gemeinschaftsinitiativen (ECo-I) von Nord Stream 2 für einen verantwortungsbewussten Bau, wodurch ein Nettogewinn für das Projektgebiet in Russland erzielt werden konnte.

In Übereinstimmung mit diesem Ansatz wurden die Vorbereitungs- und Bauarbeiten im küstennahen Bereich und auf hoher See von hochmodernen Rohrverlegeschiffen durchgeführt. Schließlich wurden diese beiden Rohrleitungssegmente in einem speziellen Verfahren, der sogenannten Verbindungsschweißnaht über Wasser (AWTI), miteinander verbunden. Dabei wurden zwei zuvor verlegte Rohrenden über das Wasser gehoben, zusammengeschweißt, auf ihre Qualität geprüft und dann wieder auf den Meeresboden verlegt.

Während der gesamten Bauzeit wurde neben einem umfassenden Umweltmonitoring auch externe Aufsicht über das Projekt geführt. So konnte sichergestellt werden, dass potenzielle Umweltauswirkungen weitestgehend eingedämmt und die im Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung festgelegten Schwellenwerte nicht überschritten wurden.

Michail Karawajew, Bauleiter

Michail Karawajew, Bauleiter bei Nord Stream 2, hat über zehn Jahre Erfahrung im Bereich Spezialbeton bei großen Infrastrukturprojekten. Er spricht über seine Rolle an der russischen Anlandestation, wo das Team unter seiner Leitung die Fundamente für die Betriebsgebäude vorbereitet und gießt.

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Verbindungsschweißnaht über Wasser (AWTI)

Der Bau der Nord Stream-2 Pipeline erfolgt in mehreren Phasen, wobei die beiden Leitungsabschnitte durch verschiedene Schiffe verlegt und erst im zweiten Schritt miteinander verbunden werden. Diese Verbindungsschweißnaht erfolgt über der Wasseroberfläche (sogenanntes Above-Water Tie-In oder AWTI). Das Verfahren dauert rund zwei bis drei Wochen. Diese Animation illustriert jeden Schritt.

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