Länderübersicht

Die Pipeline führt durch die Gewässer von fünf Ostsee-Anrainerstaaten mit jeweils unterschiedlichen Bedingungen. Erfahren Sie, welche Aktivitäten in den einzelnen Ländern stattfinden.

Die geplante Pipelinetrasse wird die Hoheitsgewässer von Russland, Dänemark und Deutschland sowie die ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland durchqueren. Eine sorgfältige Vorbereitung ist unerlässlich: 55.000 Streckenkilometer Meeresboden wurden zur Bestimmung der optimalen Trasse für das Pipelinesystem untersucht und dabei detaillierte Technik- und Logistikpläne erstellt. Die vielfältige Topographie des Ostseebodens bedeutet, dass vor der Verlegung an bestimmten Stellen Vorbereitungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Dazu gehören auch Gesteinsaufschüttungen, um z.B. Auflageflächen aus Steinen an Stellen entlang der Route zu schaffen, an denen der Meeresboden uneben ist.

Im flachen Wasser in der Nähe des russischen und deutschen Festlands werden auch Baggerarbeiten durchgeführt, um die Pipelines zu vergraben und vor hydrodynamischen Belastungen durch Wellen oder Strömungen zu schützen. An der gesamten Strecke wird dort, wo es notwendig ist, Munition geräumt. Der Einsatz von dynamisch positionierten Pipeline-Verlegeschiffen reduziert zudem den Bedarf an Munitionsräumungen und die damit einhergehenden Risiken. Nach der Rohrverlegung ermitteln Untersuchungen, wo zusätzliche Unterstützung, Stabilisierung oder Schutz durch Gesteinsaufschüttungen oder Eingraben der Pipeline erforderlich ist.