Deutsche Anlandestation

Die Pipeline landet an der deutschen Ostseeküste in Lubmin bei Greifswald an. Die Anlandestation ist die logistische Verbindung zwischen Nord Stream 2 und dem europäischen Erdgas-Pipelinenetz.

Um in Küstennähe für Stabilität zu sorgen und die bestehende Infrastruktur nicht zu tangieren, wurden die beiden Leitungsstränge im küstennahen Gebiet im Greifswalder Bodden im Meeresboden vergraben. Etwa 350 Meter vor dem Strand von Lubmin bilden zwei Mikrotunnel den Übergang zur Anlandestation auf dem Festland. Durch diese Baumethode wurden die Umweltauswirkungen der Bauarbeiten stark minimiert.

Zu der westlich des Hafens von Lubmin errichteten Installationen gehören neben den Steuer- und Regeleinrichtungen für den sicheren Betrieb der Pipeline auch die Molchempfangsstation. Diese ist mit der benachbarten Erdgasempfangsanlage von Gascade und dadurch mit dem europäischen Pipelinenetz verbunden.

Da Nord Stream 2 in mehreren Phasen gebaut wurde, mussten verschiedene Abschnitte in einem speziellen Verfahren, der sogenannten Verbindungsschweißnaht über Wasser (AWTI), zusammengeschweißt werden. Bis zum Ende der Bauarbeiten wird das AWTI dreimal in deutschen Gewässern durchgeführt. Das letzte Verfahren dieser Art fand Mitte September 2021 statt. Dabei wurden jeweils die zuvor verlegten, einander gegenüberliegenden Rohrleitungsenden über das Wasser gehoben, miteinander verschweißt, auf ihre Qualität geprüft und dann wieder auf den Meeresboden verlegt.

Während der gesamten Bauarbeiten wurden neben einem umfassenden Umweltmonitoring auch externe Kontrollen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Aktivitäten im Einklang mit den Genehmigungsbedingungen und den geplanten Maßnahmen zur Schadensbegrenzung durchgeführt wurden.

Die deutsche Anlandestation in Lubmin

Erfahren Sie mehr über die deutsche Anlandestation der Pipeline und ihre entscheidende Rolle für die sichere Lieferung von Erdgas aus Russland in das europäische Energienetz.

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Bau des deutschen Anlandebereichs

Die Bodenverhältnisse haben sich als günstig für den Einsatz einer speziellen Mikrotunneltechnik erwiesen, die die Umweltbelastung des Nord Stream 2-Anlandebereichs in Deutschland auf ein Minimum reduziert. Indem die Bauarbeiten unterirdisch durchgeführt werden, wird sichergestellt, dass sensible Bereiche und die vorhandene Infrastruktur unbeeinträchtigt bleiben.

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Baggerarbeiten in deutschen Territorialgewässern

Um die Pipelines in Küstennähe zu stabilisieren, wurden sie im Meeresboden vergraben. In Deutschland geschieht dies im ersten Pipeline-Abschnitt im Greifswalder Bodden. Das bevorzugte Verfahren dafür ist die Verlegung der Pipeline in einem zuvor ausgehobenen Graben.

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Verbindungsschweißnaht über Wasser (AWTI)

Der Bau der Nord Stream-2 Pipeline erfolgte in mehreren Phasen, wobei die beiden Leitungsabschnitte durch verschiedene Schiffe verlegt und erst im zweiten Schritt miteinander verbunden wurden. Diese Verbindungsschweißnaht erfolgt über der Wasseroberfläche (sogenanntes Above-Water Tie-In oder AWTI). Diese Animation illustriert jeden Schritt.

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