Eine europäische Pipeline - Energieinfrastruktur für die Zukunft.

Eine europäische Pipeline

Energieinfrastruktur für die Zukunft.

Der EU droht bis 2035 eine Importlücke von etwa 120 Milliarden Kubikmetern Erdgas

Die einheimische Förderung der großen Gasproduzenten – wie den Niederlanden, Großbritannien oder Norwegen – ist rückläufig. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Erdgas weiter stabil, auch aufgrund der geringen CO₂-Emissionen. Die EU muss Gas importieren. Die Kapazität von Nord Stream 2 kann etwa ein Drittel des zusätzlichen Bedarfs decken.

Bei der Stromerzeugung mit Erdgas statt Kohle entsteht bis zu 50 Prozent weniger CO₂

Der Wechsel von Kohle zu Gas kann der EU helfen, ihr Ziel zu erreichen, die CO₂-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Tatsächlich könnten mit von Nord Stream 2 geliefertem Erdgas rund 14 Prozent der gesamten CO₂-Emissionen in der EU aus Stromerzeugung eingespart werden, sofern der Strom aus Gas statt aus Kohle produziert wird.

„Deutschland untergräbt durch seine Unterstützung für Nord Stream 2 die europäische Solidarität“ – Von Nord Stream 2 transportiertes Erdgas wird nicht nur nach Deutschland, sondern an Verbraucher in ganz Europa geliefert.

Bis zu drei Kilometer per Pipeline werden pro Tag verlegt

Jedes Verlegeschiff gleicht einer schwimmenden Fabrik, auf der Rohrsegmente verschweißt und getestet werden, bevor sie mit dem Hauptstrang verbunden werden. Rohre werden permanent zu den Verlegeschiffen geliefert, damit die Montage rund um die Uhr aufrechterhalten werden kann.

Die Pipeline transportiert genug Gas um 26 Millionen Haushalte zu versorgen

Nord Stream 2 kann einen wichtigen Beitrag zur Energiesicherheit der EU leisten. Um deren Importlücke zu schließen, werden allerdings noch weitere Energiequellen benötigt. Die neue Pipeline wird vorhandene Versorgungswege ergänzen, und die Gasversorgung zusammen mit neuen Anbietern und Transportwegen — wie Flüssigerdgas (LNG) oder dem Südlichen Korridor — komplettieren.

„Nord Stream 2 macht Deutschland stärker abhängig von Russland“ – Der deutsche Gasmarkt ist bereits breit aufgestellt und die Infrastruktur wird weiter ausgebaut.

Neun Staaten sind in die Konsultationen einbezogen

Nord Stream 2 verläuft durch die Hoheitsgewässer und/oder ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) von fünf Ländern. Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland haben in einem internationalen Verfahren die Genehmigungen für die Pipeline erteilt. Darüber hinaus wurden weitere Nachbarstaaten – Polen, Litauen, Lettland und Estland – in die Konsultationen einbezogen.

Die Pipeline besteht aus rund 200.000 Stahlrohren

Die beiden parallelen Stränge der Pipeline verlaufen über 1.230 Kilometer in der Ostsee. Jeder Strang besteht aus 100.000 einzelnen Rohren, mit einer Länge von jeweils zwölf Metern. Sobald die Rohrverlegung beginnt, können pro Tag bis zu drei Kilometer Rohre verlegt werden.

„Nord Stream 2 macht Europa stärker abhängig von Russland“ – Russland und Europa sind beide voneinander abhängig und der Wettbewerb mit Flüssiggas wird über den Marktanteil von russischem Erdgas am EU-Markt entscheiden.

Eine der längsten Offshore-Pipelines der Welt

Die Nord Stream 2-Route durch die Ostsee beginnt an der russischen Küste und landet in der Nähe von Greifswald, Deutschland, an. Sie wird weitgehend parallel zur Route der bereits bestehenden Nord Stream-Pipeline verlaufen.

Jedes Pipeline-Element ist zwölf Meter lang und wiegt 24 Tonnen

Die zwölf Meter langen Rohrabschnitte werden auf See verschweißt und von speziellen Verlegeschiffen auf dem Meeresboden abgelegt. Jede Schweißnaht wird gründlich getestet, um zu gewährleisten, dass sie den hohen Qualitätsansprüchen von Nord Stream 2 entspricht. Bevor die fertige Pipeline in Betrieb genommen wird, folgen zudem weitere Qualitätskontrollen einer unabhängigen Zertifizierungsstelle.

„Nord Stream 2 bedroht Europas Energiesicherheit“ – Europa kann sich auf einen funktionierenden Binnenmarkt verlassen, in dem Erdgas im Wettbewerb mit anderen Energiequellen steht und auch die verschiedenen Gasexport-Länder miteinander konkurrieren.
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